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    Freizeit
    11.8.2026

    Auf Wellen gleiten

    Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 32 Grad und angenehm kühlen 24 Grad Wassertemperatur wagten sich mehrere Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer an eine besondere Herausforderung: das Surfen auf den künstlich erzeugten Wellen im Becken der Alaïa Bay in Sion.

    Am Samstag, den 8. August 2026 war es so weit: nach einer kurzen Einführung ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufs Surfbrett und hinaus ins Wasser. Begleitet wurden sie dabei von ausgebildeten Para-Surf-Coaches, die mit viel Erfahrung und dem nötigen Gespür dafür sorgten, dass alle möglichst viel aus ihrer Zeit auf dem Wasser herausholen konnten. Dabei stand nicht die perfekte Technik im Vordergrund, sondern vor allem eines: die Freude am Surfen und das Erlebnis, sich von einer Welle tragen zu lassen.

    Die geforderte Armkraft nicht unterschätzen
    Wer beim Surfen nur an das scheinbar mühelose Gleiten über die Wellen denkt, unterschätzt schnell, wie viel körperlicher Einsatz dahintersteckt. Bevor eine Welle geritten werden kann, muss zunächst kräftig gepaddelt werden. Auf dem Surfbrett geht es mit reiner Armkraft bis zum richtigen Ausgangspunkt – und genau dort zeigte sich, dass Surfen durchaus als intensives Training durchgeht.

    So dürften einige Teilnehmende nach ihrer ersten Surflektion nicht nur die Erinnerung an die gelungenen Wellen mit nach Hause genommen haben, sondern auch einen ordentlichen Muskelkater in den Armen. Doch die Anstrengung gehört dazu – und spätestens in dem Moment, in dem das Brett Fahrt aufnimmt und von der Welle getragen wird, ist sie schnell vergessen.

    Rundum sorglos
    Während rund 55 Minuten konnten die Surferinnen und Surfer die Wellen und das klare, erfrischende Wasser geniessen. Dabei war stets ein Coach an ihrer Seite, gab Anweisungen, erklärte die richtige Technik und unterstützte dort, wo Hilfe benötigt wurde. Und auch abseits des Surfbretts überzeugte die Betreuung durch das Team der Alaïa Bay: Vom Anziehen der Neoprenanzüge über die Vorbereitung der Ausrüstung bis zum Ein- und Ausstieg aus dem Wasser waren die Abläufe gut organisiert und auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt.

    Am Ende der Session war die Anstrengung zwar deutlich zu spüren, doch sie wurde von der Begeisterung über das Erlebte überstrahlt. Strahlende, zufriedene und gleichzeitig ziemlich müde Gesichter zeigten, dass sich der Einsatz gelohnt hatte.

    Ein gelungener Anlass, der eindrücklich bewies: Die Freude am Surfen kennt keine Barrieren – und eine gute Welle erst recht nicht.