Die Schweiz reiste mit einem Team von 15 Athletinnen und Athleten nach Maniago (I). Nach der bislang sehr erfolgreichen Saison waren die Erwartungen entsprechend gross.
Acht Medaillen für Handbiker
Rollstuhlsport Schweiz war mit einer Delegation von neun Athletinnen und Athleten nach Venetien gereist. In dieser bisher sehr erfolgreichen Para-Cycling-Saison, in der das Leistungsniveau im Vergleich zu der vergangenen Saison deutlich angestiegen ist, sind die Ambitionen und auch die Erwartungen hoch. Fabian Recher als Gesamt-Weltcupsieger, aber auch Sandra Fuhrer und Micha Wäfler konnten sich in dieser Saison an der Spitze etablieren und zählten zu den Mitfavoriten in ihren Kategorien.
Im Zeitfahren wurden Sandra Fuhrer (WH4), Micha Wäfler (MH3) und Fabian Recher (MH4) ihrer Favoritenrolle gerecht und durften sich über Goldmedaillen im Zeitfahren freuen. Auch Benjamin Früh (MH1) zeigte seine Topform mit einem hervorragenden dritten Platz. Auch im Strassenrennen am zweiten Tag haben die Schweizer Handbiker ihre hervorragende Form bewiesen. Erneut feierten Sandra Fuhrer (WH4) und Fabian Recher (MH4) eine Goldmedaille. Micha Wäfler (MH3) und Benjamin Früh (MH1) fuhren je zu Bronze.
Drei Mal Gold und ein Mal Silber für Rigling und van Till
Auch die Athlet*innen von PluSport überzeugten mit starken Leistungen und kehrten mit drei Gold- und einer Silbermedaille nach Hause zurück.
Nationaltrainer Mathias blickt auf einen super erfolgreichen Event für seine Delegation zurück «Wenn auch keine grosse Überraschung nach den Erfolgen im Weltcup, konnten Sandra und Fabian ihren Favoritenrollen gerecht werden und die Siege sicher über die Ziellinie bringen. Micha konnte seinen Platz in der MH3 etablieren und auch Benis Bronzemedaillen sind eine grossartige Leistung in seiner Kategorie.»
Für gleich zwei Highlights sorgte Celine van Till (WT2), die sowohl im Zeitfahren als auch im Strassenrennen ihre Europameistertitel erfolgreich verteidigte. Entsprechend glücklich zeigte sich die 34-Jährige nach ihren Rennen: «Ich bin sehr zufrieden und freue mich enorm, dass ich beide Titel erfolgreich verteidigen konnte.»
Der Weg zu den Titelkämpfen verlief nicht optimal, weshalb die Erfolge umso höher einzuordnen sind: «Die Vorbereitung auf die EM war aufgrund meines zweiwöchigen Militärdienstes nicht ganz einfach, da ich nur an den Wochenenden trainieren konnte. Das hat mir zwar viele wertvolle Erfahrungen gebracht, war aber auch sehr anstrengend. Umso mehr freue ich mich, dass am Ende alles aufgegangen ist», so van Till.
Ebenfalls für doppeltes Edelmetall sorgte Flurina Rigling (WC2): Die 29-Jährige krönte sich im Strassenrennen zur Europameisterin und gewann im Zeitfahren die Silbermedaille. Nach ihren erfolgreichen Auftritten zog sie ein äusserst positives Fazit: «Das Zeitfahren war sehr technisch und abwechslungsreich. Ich hatte dabei ein gutes Gefühl und konnte mich anschliessend voll auf das Strassenrennen fokussieren, weil ich gemerkt habe, dass ich in guter Form bin.»
Das Strassenrennen stellte die Hedingerin dann vor besondere Herausforderungen: «Es hatte viele Kopfsteinpflaster-Passagen, die für mich fahrtechnisch anspruchsvoll sind. Umso schöner ist es, dass ich die entscheidende Lücke herausfahren konnte und am Ende mit einem Vorsprung von eineinhalb Minuten ins Ziel gekommen bin.»
Informationen
Alle Resultate finden Sie auf der Webseite des Veranstalters:
Rückblick Tag 1 Zeitfahren
Sandra Fuhrer (WH4), Micha Wäfler(MH3) und Fabian Recher (MH4) wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und dürfen sich über Goldmedaillen im Zeitfahren freuen. Auch Benjamin Früh (MH1) zeigte seine Topform mit einem hervorragenden dritten Platz.
Rückblick Tag 2 Strassenrennen
Nach dem erfolgreichen Auftakt zur UEC Para-Cycling Strassen-Europameisterschaft am Freitag im Zeitfahren, überzeugt die Schweizer Delegation auch am Samstag im Strassenrennen. Sandra Fuhrer (WH4) und Fabian Recher (MH4) gewinnen beide Doppelgold und verhelfen der Schweiz, zusammen mit den Bronzemedaillen von Micha Wäfler (MH3) und Benjamin Früh (MH1), zum starken dritten Zwischenrang!