Allgemeines
22.9.2026

Tagung: Wo steht die Forschung heute?

Wie kann Forschung Menschen mit Querschnittlähmung konkret helfen? Diese Frage steht im Zentrum der Veranstaltung «Paraplegie: Wo steht die Forschung heute?». Ziel ist es, Betroffene und Forschende zusammenzubringen – auf Augenhöhe und mit offenem Dialog.

Wir leben in einer Zeit rasanter technologischer Entwicklungen: Gehirnsignale werden dekodiert, Roboter übertreffen in vielen Bereichen menschliche Leistungen und Künstliche Intelligenz eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Doch was bedeuten diese Fortschritte für Menschen mit einer Rückenmarksverletzung und welche Perspektiven eröffnen sich für die Zukunft? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie am 28. Oktober 2026 in der Aula des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) in Nottwil.

Die Tagung «Paraplegie: Wo steht die Forschung heute?» wird gemeinsam von der Berner Fachhochschule (BFH) und dem SPZ organisiert. Sie richtet sich an Menschen mit Para- und Tetraplegie und ihre Angehörigen sowie an Therapeutinnen und Therapeuten, Fachpersonen und Interessierte, die mehr über die aktuelle Rückenmarksforschung erfahren möchten. Dabei lebt die Veranstaltung vom Dialog zwischen Forschenden und Betroffenen.

Freuen Sie sich auf folgende Referate:

Die Rückenmarkverletzung reparieren: Wie weit ist die Forschung?
(Dr. med. Björn Zörner, SPZ und Dr. Marc Khoury, EPFL)
In den Medien ist immer wieder von wissenschaftlichen Errungenschaften und von Betroffenen die Rede, die verlorene Funktionen wiedererlangen. Doch wie weit ist die Forschung tatsächlich und wie kann man die Fortschritte wissenschaftlich einordnen? Das Referat liefert zu diesen Fragen Antworten.

Gut älter werden mit einer Rückenmarkverletzung: Was hilft wirklich?
(Prof. Dr. Carla Sabariego, Universität Luzern und PD Dr. med. Inge Eriks Hoogland, SPZ)
Dieser Beitrag beleuchtet die Erfahrungen von Menschen, die mit Rückenmarksverletzung leben und älter werden, sowie jene ihrer Angehörigen. Er zeigt auf, wie eine Übersichtsarbeit die künftige Forschung prägen kann. Zudem demonstriert er die Relevanz solcher Forschungsvorhaben für die klinische Arbeit, für die Gesundheitsversorgung und die Behindertenpolitik.

Wieder gehen können? Neue Technologien in der Rehabilitation
(Prof. Dr. Martina Spiess, ZHAW und Prof. Dr. Juan Fang, BFH)
Rehabilitationsverfahren entstehen durch die Abstimmung zwischen Forschenden, Ingenieurinnen und Therapeuten. Sie analysieren die Auswirkungen von Rückenmarkverletzungen und entwickeln darauf aufbauend Systeme, die unterstützen und das motorische Lernen fördern.

Im Anschluss an jedes Referat diskutieren vier Menschen mit Para- oder Tetraplegie die Inhalte in einer Podiumsrunde. Prof. Sebastian Tobler, welcher als Tetraplegiker die Veranstaltung initiierte und am Neuro-RehaLab der BFH arbeitet, schliesst mit einem Fazit den Referate-Block ab. Ein abschliessender Apéro bietet den Rahmen für einen ungezwungenen Austausch.