Medienmitteilung des Veranstalters:
Zum letzten Mal traf sich die Weltelite des Rollstuhlsports am Bodensee und verabschiedete sich eindrücklich: mit spektakulären Rennen, zahlreichen nationalen, kontinentalen und Weltrekorden sowie emotionalen Momenten auf und neben der Bahn. Bereits am Donnerstag, 14. Mai, sorgte die amerikanische Ausnahmeathletin Tatyana McFadden im Rahmen des Daniela Jutzeler Memorials für einen Höhepunkt. Über 400 Meter stellte sie mit 50.05 Sekunden einen neuen Weltrekord auf und begeisterte das Publikum im Arboner Stacherholz.
Am Wochenende folgten die international hochklassig besetzten Rennen im Rahmen der Schweizermeisterschaft in der Rollstuhl Leichtathletik. Der sportliche Höhepunkt gelang dabei Marcel Hug: Der Schweizer Paralympics-Sieger fuhr am Samstag über 10’000 Meter in 19:24.64 Minuten zu einem neuen Weltrekord und schrieb damit ein weiteres Kapitel Sportgeschichte. Neben den herausragenden Leistungen prägten vor allem die Emotionen das Abschlusswochenende. Viele Athletinnen, Athleten, Helferinnen und Helfer sowie langjährige Wegbegleiter verabschiedeten sich mit grosser Dankbarkeit von einem Anlass, der weit über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangte. Weltklasse am See galt über Jahre hinweg als eines der schnellsten Meetings der Welt und wurde mit insgesamt 101 Weltrekorden zur internationalen Bühne für sporthistorische Höchstleistungen. Zum gelungenen Abschluss trug auch das schöne Wetter am Sonntag bei. Bei sonnigen Bedingungen und toller Stimmung sorgten die Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion Stacherholz für einen würdigen und emotionalen Schlusspunkt einer aussergewöhnlichen Erfolgsgeschichte.
Weltklasse am See» 2026 war vorläufig die letzte Austragung eines internationalen Erfolgsprojekts
Weltklasse am See hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Meetings im internationalen Rollstuhl-Leichtathletiksport entwickelt. Was vor 21 Jahren mit viel Herzblut und Engagement begann, wurde am vergangenen Wochenende bereits zum zehnten Mal durchgeführt. Seit der Erstaustragung mit dabei ist OK-Präsident Nick Sigg. Gemeinsam mit einem eingespielten Team aus OK-Mitgliedern, Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Sportenthusiasten hat er den Anlass über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und international etabliert.
Weltklasse am See steht heute für sportliche Höchstleistungen, familiäre Atmosphäre und professionelle Organisation. Besonders emotional war die diesjährige Austragung auch deshalb, weil der Event zum letzten Mal auf der bestehenden Bahn im Stadion Stacherholz durchgeführt wurde. Die Bahn gilt in der Szene als schnellste Bahn der Welt und ist international bekannt für aussergewöhnlich schnelle Zeiten und Rekorde.
Internationale Paralympics-Siegerinnen und -Sieger, Weltmeisterinnen und Weltmeister sowie Rekordhalterinnen und Rekordhalter fanden regelmässig den Weg nach Arbon und machten den Anlass zu einem festen Bestandteil des internationalen Wettkampfkalenders. OK-Präsident Nick Sigg blickt dankbar auf die Entwicklung des Events zurück: «Es erfüllt uns mit Stolz, was wir gemeinsam mit unserem Team, unseren Partnern und den vielen Helferinnen und Helfern aufgebaut haben. Weltklasse am See war immer mehr als nur ein Sportevent. Es war ein Ort der Begegnung, der Spitzenleistungen und der Begeisterung für den Parasport.»
Die vorläufig letzte Austragung von Weltklasse am See fand statt, da die bestehende Bahn im Stadion Stacherholz künftig erneuert wird und damit eine Ära auf der wohl schnellsten Rollstuhl-Leichtathletikbahn der Welt zu Ende geht.
Berichte:
Weltrekordjagd am Bodensee
TVO