Der Qualifikationsprozess für die Weltmeisterschaften 2026 (im November in Thailand) ist bereits in vollem Gange. Entsprechend hochklassig waren beide Turniere besetzt – mit zahlreichen der weltbesten Spieler.
Das erste Turnier fand am 29. und 30. April in Podgorica statt. In seiner Vierergruppe traf Kretzschmar auf den Slowaken Riapos, den Japaner Uno sowie den Südkoreaner Kim. Trotz guter Leistungen – insbesondere gegen Uno, gegen den er eine knappe Niederlage hinnehmen musste (10:12, 8:11, 9:11) – gelang es dem Spieler des RSC Bern nicht, seine Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Er verlor alle drei Partien mit 0:3.
Silvio Keller traf in seiner Gruppe auf zwei bekannte Gegner: den Russen Lavrov und den Ungarn Major, gegen die er bereits mehrfach gespielt hatte. Komplettiert wurde die Gruppe durch den Briten Drayner, der neu auf der Tour ist. Nach einer klaren 0:3-Niederlage gegen Lavrov zeigte Keller im zweiten Spiel seine Favoritenrolle und setzte sich souverän mit 3:0 gegen Drayner durch. Im entscheidenden dritten Gruppenspiel unterlag er jedoch Major und belegte damit den dritten Platz in seiner Gruppe.
Anschliessend nahmen die beiden Schweizer Athleten am Challenger-Turnier in Lasko am 5. und 6. Mai teil. Für Kretzschmar warteten mit dem Spanier Rodriguez und dem Thailänder Chueawong erneut starke Gegner. Im ersten Spiel gelang es ihm, gegen Rodriguez einen Satz zu gewinnen und insgesamt eine gute Leistung zu zeigen, auch wenn er das Match mit 1:3 verlor. Im zweiten Einzel fand Kretzschmar hingegen kein Mittel gegen Chueawong und musste sich deutlich mit 0:3 geschlagen geben.
Silvio Keller war als Nummer 4 seiner Gruppe gesetzt und traf auf Rob Davies (Grossbritannien), erneut auf Major (Ungarn) sowie auf den Mexikaner Reyes Turcio, gegen den er erstmals spielte. Gegen den Weltranglisten-14. zeigte Keller eine überzeugende Leistung, insbesondere taktisch, und gewann verdient mit 3:1. Trotz guter Phasen fehlte es ihm jedoch an Konstanz, um Davies und Major ernsthaft zu gefährden – beide Spiele gingen mit 0:3 verloren. Wie schon in Montenegro belegte Keller den dritten Gruppenrang und schied damit aus dem Turnier aus.
Die beiden Turniere lieferten Spielern und Trainerstab wertvolle Erkenntnisse, um die Trainingsschwerpunkte für die kommenden Wochen gezielt zu definieren und gestärkt auf die internationale Bühne zurückzukehren.