Sport
Tischtennis
24.3.2026

Tischtennis SM 2026: Kretzschmar und Hassani toppen Konkurrenz

Dirk Kretzschmar im Tetra, Ali Hassani im Para heissen die Sieger der Schweizermeisterschaften im Para Tischtennis 2026. In Teero bezwang Kretzschmar im Finale seinen Nati-Kollegen Silvio Keller in einem taktischen Fünfsatz-Thriller. Hassani gewann die äusserst augeglichene Para-Kategorie.

Ali Hassani gewinnt Kategorie Para

Para: Ali Hassani bezwingt Rolf Acklin 
Die Para-Kategorie erwies sich als ausgeglichene Kategorie, bei der es mehrere Überraschungen und knappe Spiele gab. Am Ende siegte Ali Hassani, obwohl er in der Gruppenphase noch eine Niederlage gegen Elvir Selimovic hatte hinnehmen müssen. In der Hauptrunde überzeugte Hassani auf ganzer Linie und schaltete zuerst Markus Jutzi mit 3:0 aus, bevor er auch Titelverteidiger Rolf Acklin mit 3:1 bezwang. Hassani konnte im Finale vor allem auf seine starke Rückhand setzen, mit der er Acklin oft unter Druck setzte.

Auf dem dritten Rang landeten mit Markus Jutzi und Elvir Selimovic diejenigen Spieler, welche am Samstag die Gruppenphase noch dominiert gehabt hatten. Am Sonntag konnten sie diese Leistung nicht mehr ganz abrufen und mussten sich im Halbfinale Hassani und Acklin geschlagen geben. Selimovic war gegen Acklin zwar nahe dran, verlor aber nach gewonnenem Satz eins die Sätze zwei und drei in der Verlängerung und das Spiel mit 1:3. 

«Ich habe versucht ruhig zu bleiben und gut zu platzieren. Im Para-Tischtennis ist das Schupfen sehr wichtig, was ich in letzter Zeit viel geübt habe und heute gut umgesetzt habe. In den letzten Jahren hatte ich gegen Rolf Acklin oft etwas mühe aber heute hat es zum Glück geklappt.» Ali Hassani – Rapid Luzern 

Tetra: Kretzschmar siegt nach grossem Kampf 
In der Tetra-Kategorie kam es zum grossen Duell zwischen Dirk Kretzschmar und Silvio Keller. Die beiden Trainingspartner und Nationalmannschaftskollegen enttäuschten nicht und boten ein umkämpftes Spiel. Am Ende setzte sich Kretzschmar mit 12:10 im fünften Satz durch. Das Spiel war geprägt von taktischen Finessen und genauen Platzierungen, die es dem Gegner unmöglich machten, den Ball noch zu erreichen. Als Trainingspartner kennen sich Kretzschmar und Keller in und auswendig, weswegen es nicht erstaunlich ist, dass am Ende kleine Details zugunsten von Kretzschmar entschieden. Hinter den beiden erreichte Leny Elizarov den dritten Rang. Elizarov schlug Andreas Lindermeier klar, konnte aber mit Kretzschmar und Keller nicht ganz mithalten.  

«Es war ein richtig harter Kampf. Silvio hat stark gespielt und es war ein tolles Finale. Teilweise habe ich ein bisschen den Fokus verloren, aber ihn zum Glück am Ende wieder gefunden. Wir trainieren oft zusammen, was das Ganze etwas speziell macht. Man muss noch mehr überlegen als gegen unbekannte Spieler. Der Angriff hat heute nicht so gut geklappt wie sonst, weswegen ich die Taktik etwas umstellen musste.» – Dirk Kretzschmar  

Para/Tetra Doppel: Knapper Sieg von Jutzi/Altermatt 
In der Doppelkategorie siegten Markus Jutzi und Martin Altermatt vom RSC Bern und RC beider Basel. Besonders hart umkämpft war das Halbfinal gegen Keller/Acklin. In der Neuauflage des letztjährigen Finals setzten sich Jutzi/Altermatt mit 12:10 im Entscheidungssatz durch. Das Finale gegen Kretzschmar/Selimovic war dann etwas weniger knapp. Jutzi/Altermatt setzten sich mit 3:1 durch und verteidigten somit ihren Titel. Das Podest komplettierten Daniel Weber und Susanne Höglin.