Der Entscheid wurde bereits rund zwei Monate vor der Weltmeisterschaft gefällt, jedoch bewusst erst nach dem Turnier kommuniziert, um die Aufmerksamkeit während der WM voll auf die Mannschaft und deren Ziele zu richten.
Grosser Aufwand
Der Hauptgrund für den Rücktritt liegt im enormen Aufwand, den das Amt mit sich bringt. Monatliche Zusammenzüge in Nottwil, die wöchentlichen Montagabend-Trainings sowie die umfangreiche Planung und Vorbereitung verlangten über viele Jahre hinweg ein hohes Mass an Engagement.
«Wir haben beide gemerkt, dass wir den riesigen Aufwand, welchen das Nationaltraineramt mit sich bringt, nicht mehr weiter erbringen können oder möchten. Für uns war schnell klar, dass wir lieber zurücktreten, als nur noch halbe Arbeit zu leisten. Deshalb war der Rücktritt schlicht der vernünftige Entscheid», erklärt Rico Romano.
Bleibende Erinnerungen in Nottwil
Dem Schweizer Powerchair Hockey bleiben Caprez und Romano jedoch weiterhin erhalten. Gemeinsam werden sie auch in Zukunft die Zürcher Iron Cats trainieren und damit dem Sport in einer wichtigen Rolle verbunden bleiben. Mit ihrem Rücktritt endet eine erfolgreiche und prägende Ära. Besonders in Erinnerung bleiben die zahlreichen Zusammenzüge und Trainingslager im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. «Die Infrastruktur, die uns dort geboten wurde, war ein Luxus. Die Trainings auf hohem Niveau mit allen Nationalspielerinnen und Nationalspielern waren immer etwas Besonderes. Uns gegenseitig zu pushen und gemeinsam hart auf ein klares Ziel hinzuarbeiten, war sehr erfüllend.»
Rollstuhlsport Schweiz und die Powerchair Hockey Familie bedanken sich herzlich bei Vasco Caprez und Rico Romano für ihren ausserordentlichen Einsatz, ihre Leidenschaft und ihren bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Schweizer Nationalteams und des gesamten Sports über die letzten Jahre. Ihre Arbeit hat das Schweizer Powerchair Hockey nachhaltig geprägt.