Sport
19.2.2026

Neun Athleten in Milano Cortina 2026

In zwei Wochen werden die 14. Paralympischen Winterspiele in Milano Cortina 2026 eröffnet. Swiss Paralympic reist mit neun Athleten nach Italien, fünf davon nehmen erstmals an Paralympics teil.

Fotocredits: Swiss Paralympic/Gabriel Monnet

Ein Team aus Routiniers und Newcomern
Diese neun selektionierten Athleten werden für die Schweiz in den Sportarten Ski alpin, Snowboard, Langlauf und Biathlon am Start sein. «Wir sind in vier von sechs Sportarten an den Winterspielen vertreten und haben ein starkes Team aus erfahrenen Athleten und Erst-Teilnehmern», sagt Tom Reulein, Chef de Mission in Milano Cortina 2026. «Die Athleten befinden sich aktuell an ihrem Leistungshöhepunkt. Da haben die Trainer exzellente Arbeit geleistet», so Reulein nach der Selektion.

Das Ziel ist klar: Besser abschneiden als in Peking 2022, wo Théo Gmür der Schweiz eine Bronzemedaille sicherte.

Medaillenanwärter im Ski alpin und Snowboard
Wo die Schweiz die besten Chancen auf Edelmetall hat? Im Ski alpin und im Snowboard. Robin Cuche ist der vielversprechendste Medaillenanwärter. Der Neuenburger Skifahrer, der in allen fünf Disziplinen startet, stand in diesem Winter sechs Mal zuoberst auf dem Podest. Die Abfahrt gehört zu seiner Paradedisziplin. Paralympics-Medaille hat er bisher keine gewonnen, sein Ziel ist also gesetzt.

«Auch Théo Gmür war in dieser Saison unter den Top 5. Und er ist der einzige Medaillengewinner der letzten beiden Paralympics», so Reulein. Ebenfalls in der stehenden Wettkampfklasse antreten werden der Waadtländer Emerick Sierro und der Toggenburger Nachwuchsathlet Ueli Rotach. Die Rollstuhlathleten Christophe Damas aus Appenzell und Pascal Christen aus Nidwalden fahren im Monoskibob um Top-Platzierungen.

Im Snowboard ruhen die Hoffnungen auf den Emmentaler Aron Fahrni, der in dieser Saison im Banked Slalom und im Snowboard Cross insgesamt fünf erste Plätze herausfuhr und damit die grosse Kristallkugel holte. Auch der Berner Oberländer Fabrice von Grünigen überraschte mit einem ersten Weltcupsieg Anfang Februar. Beide treten in Cortina im Snowboard Cross und im Banked Slalom an.

Ein Athlet im Langlauf und Biathlon
Erstmals seit Vancouver 2010 startet die Schweiz an den Paralympics wieder im Biathlon. Der Engadiner Luca Tavasci hatte neben der Selektion im Langlauf auch die Qualifikation im Biathlon geschafft. Viele Para-Langläufer starten in beiden Sportarten. «Die Chancen auf eine gute Platzierung im Biathlon stehen genauso gut wie im Langlauf», so Reulein. Im Langlauf strebt Luca Tavasci ein Top 10-Resultat an.

Neben den neun Athleten fehlt ein Name im Aufgebot: Romy Tschopp. Die Baselbieter Snowboarderin kann wegen ihrer Schulterverletzung nicht teilnehmen, wie Swiss Paralympic bereits am Dienstag bekannt gab.

Auch im Rollstuhl-Curling hat sich die Schweiz, anders als noch vor vier Jahren, nicht qualifiziert. Für die nächsten Paralympics habe man aber bereits Pläne, erzählt Reulein. Zuerst stehen nun aber die Spiele in Italien an. «Dort wollen wir die Schweiz stolz machen», so der Chef de Mission.

«In Milano Cortina 2026 setzen wir uns drei Medaillen zum Ziel. Wir hatten viele Podestplätze im Weltcup in dieser Saison und es liegt natürlich in der DNA des Spitzensports, dass man immer besser abschneiden will.»
Tom Reulein
Chef de Mission in Milano Cortina 2026

Aufgebot Paralympics Milano Cortina 2026:

Ski Alpin

• Robin Cuche (Saules, NE)

• Théo Gmür (Haute-Nendaz, VS)

• Emerick Sierro (Clarens, VD)

• Christophe Damas (Herisau, AR)

• Pascal Christen (Dallenwil, NW)

• Ueli Rotach (Ulisbach, SG)  

Snowboard

• Aron Fahrni (Oberthal; BE)  

• Fabrice von Grünigen (Oeschseite, BE)

Langlauf/Biathlon

• Luca Tavasci (Samedan, GR)