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Schweizer

Paraplegiker-Vereinigung

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Wissenstransfer: SPV und Universität Luzern gehen Kooperation ein

(23.04.2013)

Die Universität Luzern und die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) haben einen Rahmenvertrag zur wissenschaftlichen Kooperation unterzeichnet. Ab Herbstsemester 2013 wird das Seminar «Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik» der Universität Luzern und der Fachbereich «Angewandter Wissenstransfer» der SPV gemeinsam Forschungsvorhaben realisieren, Master-Studierende und Doktorierende betreuen sowie den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch fördern.

 

Dreh- und Angelpunkt der Zusammenarbeit der beiden Partner ist das Projekt «Wissenstransfer». Es geht einerseits darum, dass Erkenntnisse aus der Forschung auch genutzt werden, um die gesellschaftliche, gesundheitliche und soziale Situation der Para- und Tetraplegiker sowie anderer behinderter Menschen weiter zu verbessern. Andererseits stellt die SPV Studierenden und Forschenden der Universität Luzern im Bereich Gesundheitswissenschaften Praktikumsplätze zur Verfügung, damit diese die Bedürfnisse und Methoden der Praxis aus erster Hand erfahren können. Ziel dieses Austausches ist die Beantragung und Durchführung von gemeinsamen Forschungsvorhaben.

Gemeinsame Perspektiven
Die Kooperation hat für beide Seiten Vorteile. Das Seminar Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik kann seinen Studierenden einen vertieften Einblick in die Praxis ermöglichen, indem diese direkt in Nottwil an Projekten arbeiten, welche die menschliche Funktionsfähigkeit verbessern und die Gesundheitskompetenz stärken. «Wir erhoffen uns dadurch neue wissenschaftliche und praxisnahe Erkenntnisse, die wir benötigen, um Wissen und Gesundheitsinformationen umfassend zu vermitteln und das Gesundheitsbewusstsein zu fördern», unterstreicht Prof. Dr. med. Gerold Stucki, Leiter des Seminars. «Studierende müssen einen Bezug zur Praxis erhalten, um zielgerichtet forschen zu können. Damit erhöhen sich auch ihre Erfolgs- und Karrierechancen.»

Für die SPV als Dachorganisation der Querschnittgelähmten in der ganzen Schweiz mit mehr als 10‘000 Mitgliedern geht es insbesondere darum, Forschungsergebnisse zeitnah in einem dynamischen Prozess zur Verbesserung der Lebensqualität der querschnittgelähmten Mitglieder zu nutzen. Dies bedingt Synthese, Verbreitung, Austausch und die korrekte Anwendung von bestehendem und natürlich auch zukünftigem Wissen. «Dieser Prozess kann nur in einem komplexen System von Wechselwirkungen zwischen Forschern und Wissensnutzern, wie wir es sind, geschehen,» ist Dr. Thomas Troger, Direktor der SPV überzeugt. «Die Bedürfnisse der Anwender und der Betroffenen müssen in diesen Prozess einbezogen werden, damit Forschungsergebnisse einen konkreten und spürbaren Mehrwert bringen.» Aus diesem Grund stellt die SPV ab Herbstsemester 2013 zwei bezahlte Praktikumsplätze für Master-Studierende zur Verfügung und übernimmt die Betreuung von Doktorierenden.

Wissen austauschen und vermitteln
Der Ausbau der Gesundheitswissenschaften an der Universität Luzern in Kooperation mit der Schweizer Paraplegiker-Forschung in Form eines Clusters Functioning & Health (Funktionsfähigkeit & Gesundheit) und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Clusterpartnern wie der SPV verspricht einen grossen Nutzen für die Umsetzung von Forschungsergebnissen zugunsten der Gesundheit und der Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung.

Ziel ist herauszufinden, welche Ursachen/Faktoren zu einem hohen Grad an Funktionsfähigkeit führen und was die besten Interventionsmöglichkeiten sind. Das Ergebnis solcher Forschungsarbeiten ist ein umfassendes, integriertes und patientenzentriertes System der Gesundheitsversorgung.

Die SPV beteiligt sich dank dem neuen Rahmenvertrag zukünftig an diesem Netzwerk, um Wissenschaft und Praxis zusammen zu bringen. Forscherinnen und Forschern sowie wissenschaftlich qualifizierte Gesundheitsfachkräfte sollen gemeinsam Erkenntnisse erarbeiten, die rasch und übergreifend zur Verfügung stehen, damit insbesondere behinderte Menschen in der Bewältigung ihres Alltags, unterstützt werden können.