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Curling

Erfolgreicher Hindernislauf zum 5. Platz

Die Schweiz startet mit einem neu aufgebauten Team in den paralympischen Zyklus 2019-2022 mit dem Ziel «Paralympics Peking 2022». Nach einem sehr erfolgreichen Einstieg kämpften die Schweizer Curler den grössten Teil der Woche vor allem an der medizinischen Front. Trotzdem gibt es viel Grund zur Freude.

 

Mit Raymond Pfyffer (Skip/Crans-Montana), Hans Burgener (Third/Grindelwald), Eric Décorvet (Second/Lausanne Olympique), Françoise Jaquerod (Lead/Crans-Montana) und Adelah Al Roumi (Alternate/Bern) startet das neu formierte Schweizer Nationalteam furios und gewinnt das erste Spiel gegen den Gastgeber Schottland. Gegen China, den Paralympics-Sieger 2018, resultiert dann eine äusserst knappe Niederlage. Darauf folgen drei souveräne Siege gegen die USA, Slowakei und Kanada. In den darauffolgenden Wettkampftagen stellen sich nicht nur die gegnerischen Teams, sondern auch die Grippe-Viren in den Weg. Abwechslungsweise sind zwei Teammitglieder in ärztlicher Betreuung und die Team-Zusammenstellung gleicht fast einer «Ziehung der Lottozahlen». Das Team mit Spielerinnen, Spielern und dem Betreuerstab arbeitet in diesen schwierigen Phasen sehr gut zusammen und so kann zumindest für jede Runde regelkonform ein kompetitives Team auf das Eis geschickt werden. Trotz zum Teil deutlichen Niederlagen gegen Lettland, Deutschland, Norwegen und Russland findet das Team spielerisch wieder Boden und kann gegen Estland und Korea nochmals zwei wichtige Siege einfahren. Wie eng es zu und her geht zeigt, dass es vor der letzten Round-Robin-Runde noch sechzehn verschiedene Szenarien gibt für die Qualifikation zu den Playoffs und/oder die Relegation in die B-Gruppe.

 

Vorwärtsschritt Richtung Paralympics 2022

Mit sechs Siegen und fünf Niederlagen schliesst die Schweiz die Round-Robin positiv auf dem vierten Rang ab und erreicht die Viertelfinals, zusammen mit Schottland, Korea und Slowakei. China und Norwegen qualifizieren sich direkt für die Halbfinals während Deutschland, USA und Kanada in die B-Gruppe absteigen. Im Playoff-Spiel für die Halbfinals steht noch einmal Korea gegenüber. Leider kann das Schweizer Team nicht noch einmal an die Leistung des Vortages anknüpfen und muss schon nach sechs Ends dem Gegner gratulieren. Mit dem fünften Schlussrang, acht Punkten für die Qualifikations-Rangliste zu den Paralympics 2022 und einem Vorwärtsschritt im World Ranking der WCF blickt die Schweiz auf eine erfolgreiche Rollstuhl-Curling WM 2019. Dass die WM im nächsten Jahr vom 29. Februar bis 7. März 2020 in Wetzikon stattfindet, rundet das positive Gesamtbild ab.

 

Resultate/Infos Curling WM 2019

Medienmitteilung Curling WM 2020 in Wetzikon

 

Stephan Pfister

Nationaltrainer Rollstuhl-Curling

 

Ausgabe: 3/2019