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Badminton

Medaillen und Schnee in Südfrankreich

Vom 30. Oktober bis 4. November 2018 fand im französischen Rodez die Europameisterschaft im Para-Badminton statt. Die Schweizer Delegation, bestehend aus den Athleten Karin Suter-Erath, Sonja Häsler, Cynthia Mathez, Christian Hamböck, Luca Olgiati, dem Nationalcoach Michael Adamer und der Physiotherapeutin Brigitte Lichtenberger, flog am 29. Oktober Richtung Toulouse los.

 

Empfangen wurde die Delegation von aussergewöhnlich heftigem Schneefall, der bis am Abend um die 10 cm Schnee verschuldete. Weder Athleten noch Einheimische waren auf solches Wetter vorbereitet, zum Glück schmolz der Schnee dann auch innerhalb weniger Tage wieder. Am Dienstag fand das erste Training in der Turnierhalle statt, dem Amphitheater. Die Temperatur in der Halle war angenehm, der Boden und die Stimmung gut, Verpflegung und Getränke in der Halle sichergestellt.

 

Gelungener Start für die Schweiz

Am Mittwochmorgen um 09.00 Uhr startete das Turnier und die Mixed Paarung Karin/Luca mit ihrem ersten Spiel. Die finnischen Gegner waren jedoch unterlegen und verloren in zwei Sätzen deutlich. Darauf folgte ein spannenderes Spiel gegen eine deutsche Paarung, welche den Schweizern knapp in drei Sätzen unterlag. Damit standen Karin und Luca bereits als Gruppenerste fest und qualifizierten sich mit einem Bye direkt fürs Viertelfinale. Am Nachmittag begannen dann die Gruppenspiele in den Einzeldisziplinen. Karin konnte einen klaren Sieg gegen eine finnische Gegnerin verbuchen, Christian einen Sieg in drei Sätzen gegen einen Franzosen. Luca verlor knapp in zwei Sätzen gegen seinen deutschen Gegner, gewann aber klar gegen einen jungen Russen. Sonja musste sich der späteren Europameisterin aus Deutschland geschlagen geben.

 

Am Donnerstagmorgen starteten die Schweizer mit Einzelspielen. Cynthia gewann klar gegen die französische Gegnerin, später auch gegen die altbekannte Israelische Gegnerin in zwei Sätzen. Sonja verlor knapp in drei Sätzen gegen eine Finnin. Christian verlor deutlich gegen den späteren Europameister aus England, Karin gewann deutlich gegen eine deutsche Gegnerin. Am Nachmittag griffen Karin und Cynthia dann auch ins Geschehen der Doppel-Disziplin ein. Mit einem knappen Dreisatz-Sieg gegen ein Spanisch-Österreichisches Duo und einer knappen Zweisatz-Niederlage gegen eine Türkisch-Belgische Paarung ging der zweite Turniertag zu Ende.

 

Am Freitagmorgen starteten die Herren in die Achtelfinals. Christian verlor gegen den Italiener Piero Rosario Suma den ersten Satz äusserst knapp mit 21-23, konnte jedoch die nächsten beiden Sätze mit harter Arbeit 21-7 und 21-16 gewinnen. Im Viertelfinale unterlag er dem als Nummer 1 gesetzten Israeli Amir Levi deutlich mit 21-7 und 21-6. Luca traf im Achtelfinale auf den französischen Neuzugang Thomas Jakobs, gegen welchen er in zwei Sätzen mit 21-14 und 21-9 gewinnen konnte. Im Viertelfinal trat er einmal mehr gegen den deutschen Rick Cornell Hellmann an, gegen welchen er überraschend deutlich 21-6, 21-9 verlor. Karin gewann ihr Viertelfinalspiel gegen die Finnin Heidi Manninen souverän mit 21-4 und 21-4. Cynthia verlor ihr Viertelfinal gegen die Österreicherin Henriette Koosz unglücklich mit 21-18 und 21-19. Für das Damendoppel Karin/Cynthia stand noch das letzte Gruppenspiel gegen eine französische Paarung an, dieses Spiel wurde von den beiden Schweizerinnen klar gewonnen. Zum Tagesabschluss spielten Karin und Luca ihr Viertelfinal-Spiel gegen Emine Seckin aus der Türkei und Konstantin Afinogenov aus Russland. Trotz einer guten Leistung und einem abwechslungsreichen Spiel reichte es der Schweizer Paarung nicht zum Sieg, sie verloren 21-15 und 21-18.

 

Finaleinzug im Einzel und Doppel

Am Samstag gegen Mittag traf Karin dann im Halbfinale auf die Belgierin Man-Kei To. Auch dieses Spiel war mit 21-14 und 21-3 eine deutliche Entscheidung zugunsten der Schweizerin. Im Doppel trafen Cynthia und Karin auf die als Nummer eins gesetzten Deutschen Valeska Knoblauch und Elke Rongen. Zwar ging die letzte Begegnung der beiden Paarungen in Irland knapp zugunsten der Deutschen aus, das hielt die Schweizer aber nicht davon ab, dieses Mal mit 21-16 und 21-16 zu gewinnen. Somit standen Cynthia und Karin im Doppel und Karin im Einzel im Finale.

 

Eben diese Finale wurden am Sonntagnachmittag ausgespielt. Karin lieferte sich einen äusserst ausgeglichenen, intensiven Kampf mit der deutschen Valeska Knoblauch, der zum Schluss mit 21-12, 19-21, 26-28 das bessere Ende für die Deutsche nahm. Im Doppel kämpften Cynthia und Karin gegen die Türkin Emine Seckin und die Belgierin Man-Kei To, gegen welche sie in der Gruppenphase in zwei Sätzen unterlagen. Davon unbeeindruckt gewannen die Schweizerinnen in einem grossartigen Spiel mit 21-18, 21-14 und krönten sich verdient zu Europameisterinnen.

 

Damit ging ein sehr gut organisiertes Turnier zu Ende und die Schweizer Delegation reiste mit drei Medaillen und vielen neuen Erfahrungen wieder nach Hause. Nun gilt es, die Augen auf den nächsten Grossanlass im Para-Badminton zu richten: die WM 2019 in Basel (21.–25.08.2019).

 

Luca Olgiati

Fotos: TK Badminton / Badminton Europe

 

Alle Resultate der Schweizer sind zu finden unter: Resultate Para-Badminton EM 2018

 

Facebook-Seite BWF Championnats d'Europe Parabadminton 2018

 

Ausgabe: 11/2018