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Handbike

Die Jagd auf die Punkte hat begonnen

Die neue Serie der Para-cycling Weltcups startete dieses Jahr in der Küstenstadt Oostende in Belgien. Gute 28 Monate vor den nächsten Paralympischen Spielen 2020 in Tokio, beginnt das Punktesammeln aller Nationen mit grossem Aufwand. Die Belgier werden sogar die Weltmeisterschaften 2020 durchführen, dies als letzter Test vor den Spielen!

 

Deshalb sind alle Nationen mit einem Maximum an Athleten und auch einer Vielzahl an neuen Talenten angereist. Auch wir Schweizer haben wieder einen «neuen alten» Fahrer im Team. Jean-Marc Berset fährt hier seinen ersten Weltcup seit seiner schweren Verletzung im Jahre 2016.

 

Zeitfahren: Weltmeister Früh holt Bronze
Auf einem flachen Parcours gelingt dem Bergfahrer Benjamin Früh ein gutes Rennen und er holt sich nach 18 km die Bronzemedaille. So konnte Früh seinen im letzten Jahr gewonnen Weltmeistertitel in  Südafrika sehr gut bestätigen und zeigte dabei seine Qualitäten gegen die Uhr deutlich auf. Dies war mit Abstand das beste Resultat an den Zeitfahr-Wettbewerben. Alle anderen Eidgenossen kamen nicht auf Touren und hinkten der Konkurrenz deutlich nach.

 

Graf mit super Sprint aufs Podest
Bei den Strassenrennen konnte das Schweizer Team ebenfalls nicht mit den Allerschnellsten mithalten, ausser beim Damen-Rennen der Kategorie WH4. Der Spruch: «Nur ruhig bleiben» von Heinz Frei am Abend zuvor beim Team-Meeting, nahm sich Sandra Graf während dem Rennen immer wieder zu Herzen, als sie einige Male aus der Spitzengruppe abgehängt wurde. Da zeigte sich ihr ungebrochener Wille fürs Unmögliche. Sie kämpfte sich an die Spitze zurück und sprintete zu einem sensationellen dritten Rang.

 

Team Relay
Auch als Team-Stafette bekannt, ist diese Disziplin bei allen Nationen immer wieder ein Highlight und die Zuschauer lieben die Zweikämpfe und die Action. Alle Länder gaben richtig Gas. Dies sah man auch daran, dass vier Nationen jeweils zwei Teams an den Start schickten. So waren 12 Teams im Startgatter als der Startschuss viel. Felix Frohofer kam als Dritter zeitgleich zur ersten Übergabe. Heinz Frei kam als erster zurück und übergab an Tobias Fankhauser. Da alle Athleten je drei Mal zum Einsatz kamen, gab es stets wechselnde Positionen. So blieb es das ganze Rennen über sehr spannend. Wir beendeten das Team Relay auf dem achten Rang.

 

Resultate

http://www.rsstiming.com/Resultats/UCIPara/RoadWCp/2018-Ostend-Wcup-OfficialBook.pdf

 

Daniel Hirs
Nationaltrainer Para-cycling

 

Ausgabe: 5/2018