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Rudern

Schweizer Sieg an der Silverskiff Regatta

Reich an Erfahrung und erst noch mit Pokal im Gepäck zurück aus Turin. Franco Belletti gewinnt die Silverskiff Regatta im italienischen Turin vom 11./12. November 2017.

 

Seit 2010 ist jeweils eine Crew vom Rowing Club Bern beim Silverskiff dabei.  Manchmal als grösseres Team, manchmal kleiner, so wie dieses Jahr. Die Delegation des RCB bestand diesmal aus zwei Ruderern: Franco Belletti (Pararower) mit seinem Coach Roland Schweizer und Peter Fritsch (Mastersruderer).


Die Silverskiff Regatta ist ein reines Skiffrennen, welches über eine Distanz von 11 km geht und auf dem Fluss Po in Turin stattfindet. Anders als zum Beispiel beim Armadacup wird am Silverskiff in Abständen von 20 Sekunden je ein Boot auf die Strecke geschickt. Start und Ziel befinden sich beim Ruderclub «Reale Società Canottieri Cerea». Wer einmal beengte Platzverhältnisse in einer Bootshalle anschauen will, ist bei diesem Ruderclub genau richtig.

 

Der Freitag
Nach einer sehr frühen Abfahrt in Bern stand am frühen Nachmittag das erste Training bei besten Bedingungen auf dem Programm. Bei einem gemeinsamen, natürlich Italienischen Abendessen werden Rennstrategien, optimale Fahrlinien auf dem Fluss und weitere rudertechnische Fachsimpeleien mit den Teilnehmern vom Ruderclub Waldshut ausgetauscht.

 

Der Samstag
Das gemeinsame Frühstück am Samstag startet mit einer Vielzahl von Espressi und den Beilagen vom Buffet. Wir gehen zur «Rushhour» um ca. halb zehn aufs Wasser und da kocht es doch bereits ganz schön auf dem Fluss: Trainierende Ruderer überall und Coaches an der Kaffeetasse. Franco, betreut durch Roland, bereitet sich auf sein Rennen um 12.00 Uhr vor. Durch den Nebel, welcher sich hartnäckig hält, wird der Start um ca. 15 Minuten verschoben. Das Rennen im Pararowing geht über 4000 m. Und wer jetzt denkt, das ist doch gar nicht so lange, der kann auf heimischen Gewässern ja nur mal 2 km mit den Armen rudern…

 

Im Rennen gelingt es Franco sehr gut, seine Vorsätze und die guten Anweisungen von aussen umzusetzen. So kann er das vor ihm fahrende Boot überholen und von dannen ziehen. Mit gekonnt langen Schlägen lässt Franco sein Boot laufen und laufen und laufen…und gewinnt!


Erholen, gutes Essen und frühe Nachtruhe sind angesagt, schliesslich starten am Sonntag die Fussgänger zum Rennen.

 

Der Sonntag
Beim gemeinsamen Frühstück ist die Anspannung vor dem Rennen der Fussgänger deutlich spürbar. An der Regatta starten immerhin 660 Skiffs in einem Abstand von 20 Sekunden. Das heisst, innerhalb von einer Minute gehen drei Boote auf die 11 km lange Strecke. Zuerst geht es stromaufwärts. Da heisst es möglichst dicht am Ufer zu fahren, um nicht allzu sehr der Strömung ausgesetzt zu sein und schnell vorwärts zu kommen. Nach dem Wendepunkt ist eine andere Taktik angesagt, möglichst in der Flussmitte fahren, um von der Flussströmung zu profitieren.

 

Dass nicht nur Rennen spannend sein können, sondern auch Bootstransporte, hat die Rückfahrt bewiesen. 20 Minuten vor der Abfahrt des Autozuges Richtung Brig sind wir in Iselle, dem Startpunkt des Zuges. Aufgrund sinnvoller Alternative und da der Zug schon voll ist, fahren wir kurzentschlossen über den Simplonpass. Dass wir dann teilweise nur Schritttempo fahren, liegt nicht am Fahrer, einem untermotorisierten Zugfahrzeug oder überladenen Bootsanhänger, sondern schlicht und einfach am dichten Schneefall, der die Strasse mit bis zu 20 cm Schnee zu gepudert hat.


Franco Belletti

 

Ausgabe: 11/2017