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Tischtennis

Exploit blieb aus

Nach der Selektionssitzung vom 10. Juli 2017 war es klar – jetzt erst recht! Noch zweieinhalb Monate verblieben den nominierten Athleten Silvio Keller (Tetraplegiker) sowie den beiden PluSport Spielern Valentin Kneuss und Thomas Rosenast, um sich optimal auf die Europameisterschaft vorzubereiten.

 

Viele unzählige Stunden wurden in die körperliche Fitness investiert, im mentalen Bereich gearbeitet und selbstverständlich in zahlreichen Trainings mit dem kleinen Ball Wettkampfübungen simuliert. Die Vorfreude auf die EM als Jahreshöhepunkt war ein grosser Antreiber während dieser Phase.

 

Mit einer gesunden Portion Zuversicht und dem Wissen, dass von der Weltranglistenposition die Schweizer eher Aussenseiter sein werden und wir somit «nur» Gewinnen können, ist die Delegation am 26. September 2017 motiviert von Zürich nach Slowenien geflogen.

 

Schwierige Voraussetzungen

Die Auslosung für die Gruppenspiele zeigte, was wir bereits alle wussten. Jeder der Spieler war in einer dreier Gruppe als Nummer 3 gesetzt. Um die Qualifikation für die K.O.-Runde zu erreichen, musste mindestens ein Spiel gewonnen werden.

 

Silvio Keller in der Tetraklasse 1 schaffte die Hürde und qualifizierte sich für das Viertelfinal-Duell gegen Paul Davies (GBR). Nach einem verpatzten Startsatz (5:11) konnte sich Silvio viel besser auf das Spiel des Briten einstellen. Die weiteren Sätze waren äusserst spannend und ausgeglichen. Doch leider waren wir es, welche schlussendlich Paul Davies nach den weiteren Sätzen (10:12, 11:8, 10:12) zum Sieg und somit zur Halbfinalqualifikation gratulieren mussten.

 

Ein ähnliches Bild zeichnete sich bei Valentin Kneuss (Klasse 6) sowie Thomas Rosenast (Klasse 7) ab. Beide Spieler zeigten tolle Partien in ihren Gruppen und konnten auch einige Sätze für sich entscheiden, doch leider blieb die ganz grosse Überraschung aus.

 

Auch im Team kein Glück

Die letzte Möglichkeit für einen Exploit war der anschliessende Teamwettbewerb. Die schwindenden Kraftreserven wie auch das fehlende Wettkampfglück führten dazu, dass es am Schluss zwei Niederlagen gegen die favorisierten Nationen Ukraine und Slowakei gab. Diese beiden Nationen wurden übrigens am Schluss des Wettkampfes ausgezeichnet mit der Gold- bzw. Bronzemedaille.

 

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass wir Nahe an Überraschungen dran sind, jedoch weiterhin konsequent und intensiv an uns arbeiten müssen, um eines Tages Topathleten schlagen zu können.

 

 

Ein spezieller Dank geht an die angereisten Fans! Danke auch an RSS, PluSport sowie Swiss Paralympic für die tolle Unterstützung.

 

Philipp Zeugin, Nationaltrainer

 

Ausgabe: 10/2017