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Basketball

IWBF EuroLeague 2

Zwei Schweizer Teams kämpfen in der IWBF EuroLeague 2 um die Qualifikation im Europacup – mit unterschiedlichem Erfolg.

 

Die Pilatus Dragons qualifizierten sich beim Heimturnier im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil für das Challenge Cup Finale in Vigo (E). «Die Finalqualifikation war unser erklärtes Ziel, das haben wir mit zwei deutlichen Siegen gegen Köln (GER) und Grenoble (FRA) erreicht. Die Kür gegen die Teams aus St. Petersburg (RUS) und Kardemir (TUR) ist leider misslungen», stufte Headcoach Gregor Konda die Leistung seines Teams nach dem Turnier im Schlussinterview ein. Zum sechsten Mal in Folge genossen die Dragons in Nottwil Heimvorteil und wussten diesen zu nutzen. Die Freude über das gelungene Heimturnier überwiegte dann auch klar gegenüber der Enttäuschung ob der zwei Niederlagen am zweiten Turniertag. Vor allem im Spiel gegen Baski Neva Star (RUS) hatten sich die Dragons mehr ausgerechnet. Mit den Startsiegen im Gepäck wollten die Zentralschweizer die Bühne für ein Finalspiel gegen Kardemir vorbereiten. Doch es kam anders, die Grösse der Russen machte den Drachen das ganze Spiel über zu schaffen. Nur gerade im zweiten Viertel schafften sie es, die Gäste konstant aus der Zone raus zu halten und führten daher auch zur Halbzeit mit sechs Punkten. Dann aber kam die Wende, mit einem 16 zu 4 Lauf setzten sich die Russen ab und konnten trotz kämpferischer Schlussphase nicht mehr abgefangen werden.

 

Türken bringen Stimmung ins SPZ

Im Spiel gegen den Tabellendritten der türkischen Süperlig wäre mit einem Exploit dennoch der Turniersieg noch in Reichweite gewesen. In einer hart umkämpften Anfangsphase hielten die Dragons dann auch noch gut mit. Wiederum war es jedoch die physische Überlegenheit der Türken, die mit vier Grossen auf dem Feld standen, welche dem Heimteam Probleme bereitete. Langsam aber sicher begannen sich die Türken abzusetzen und blickten, getrieben von ca. 30 extra angereisten türkischen Fans, nicht mehr zurück. Die türkischen Fans brachten Stimmung mit in die Halle und animierten auch die ansonsten eher zurückhaltenden Schweizer Fans Paroli zu bieten. Doch nicht nur in der Halle war das Publikum begeistert. Über 5‘000 Zuschauer verfolgten den erstmals angebotenen Live Stream  auf YouTube, wo die Spiele auch im re-live verfügbar sind.

 

Der dritte Schlussrang bedeutet für die Dragons das Eintrittsticket für das Challenge Cup Final, wo sie natürlich einen weiteren Exploit auf europäischer Bühne zeigen wollen.

 

Bildergalerie Euroleague 2, Nottwil

 

 

Meyrin bleibt auf europäischem Parkett sieglos

Zu Beginn des Turniers sah es für die Aigles de Meyrin noch gut aus. Sie begannen stark und ihr Topscorer, Nationalspieler Husein Vardo, erwischte einen Traumstart. Mit 35 Punkten hielt er sein Team bis zum Schluss des Startspiels in Schlagdistanz. Jedoch ging das Spiel gegen den französischen Erstligisten aus Lannion denkbar knapp mit zwei Punkten verloren. Es folgten zwei deutliche Niederlagen gegen die London Titans und das Heimteam aus Bilbao, bevor sich das Team um Trainer Benjamin Borkert noch einmal aufraffte und gegen Nevsky Alliance St. Petersburg eine gute Leistung abrufen konnte. Dennoch ging das Spiel mit 69 zu 62 verloren – zeigte aber nochmals die zwei Gesichter der Aigles de Meyrin auf. Was ihnen fehlt, um auch auf europäischem Parkett Spiele gewinnen zu können, ist die Konstanz. Alle Spiele der Aigles gibt’s im re-live auf UStream.

 

Die Statistiken aller EuroLeague Spiele können im Fiba LiveStat Portal abgerufen werden. Alle Resultate der IWBF EuroLeague 2 findet ihr unter www.competitions.iwbf-europe.org.

 

Nicolas Hausammann, Nationaltrainer Rollstuhlbasketball

Fotos: Markus Binda

 

Ausgabe: 3/2017