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Rollstuhlsport Schweiz
Kantonsstrasse 40
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Regeln/Klassifikation

 
 

Regeln  

Die Regeln im Rollstuhl-Tischtennis unterscheiden sich nur in wenigen Punkten von denen der Fussgänger. Ziel ist es auch hier, die magische Zahl 11 zu erreichen, wobei 2 Punkte Differenz dazwischen liegen müssen. Es wird auf 3-Gewinnsätze gespielt (best of five). Kurze Bälle hinter das Netz, oder seitlich gespielt, die Aufgrund der Lähmung nicht erreicht werden können, sind fies, aber korrekt.

 

Beim Aufschlag ist folgendes zu beachten. Der Ball muss nach dem Aufschlag die Grundlinie passieren. Wiederholt müssen Aufschläge ohne Punktverlust, wenn der Ball auf der Seite des Rollstuhlfahrers nach dem Aufspringen die Seitenlinie des Tisches passiert. Und wenn der Ball zum Netz zurückrollt, auf dem Tisch liegen bleibt oder über das Netz auf die Seite des Aufschägers zurückspringt. Der Aufschlag muss aus der flachen Hand, minimum 15 cm hochgeworfen, gespielt werden. Die Hand muss gut sichtbar auf Tischkantenhöhe gehalten werden.

 

Bedingt durch die Lähmung ist die Balance der Rollstuhlfahrer teilweise eingeschränkt. Verliert ein Rollstuhlfahrer während einem Ballwechsel das Gleichgewicht, so darf er sich zu dessen Wiedererlangung bis zum nächsten Rückschlag kurz auf dem Tisch aufstützen. Das weiterspielen in aufgestütztem Zustand ist jedoch nicht gestattet. Es wird in der Folge als Punktverlust gewertet.

 

Der Einsatz der Bremsen am Rollstuhl ist individuell verschieden und nicht reglementiert. Fuss und Fussbretter dürfen den Boden nicht berühren. Man kann auf die Fussbretter stehen, wobei der Tisch aber nicht berührt werden darf.


Klassifikation

Im Tischtennis gibt es je nach Behinderungsart mehrere Kategorien; zwei Tetraklassen und drei Paraklassen:


Klasse 1

Tetraplegiker ohne Ellbogen- und Handstreckung; Rumpfbewegungen mit Unterstützungabgesichert.
Klasse 2

Tetraplegiker mit Ellbogen- und Handstreckung; Handbewegungen gut koordiniert, aber ohne normale Kraft; Rumpfbewegungen mit Unterstützung abgesichert.
Klasse 3

Paraplegiker mit fehlender Rumpfrotation; Rumpfmobilität mit der freien Hand abgesichert; bewusste Bewegungen des Rollstuhls in den meisten Fällen nicht möglich.
Klasse 4

Paraplegiker mit normalen Rumpfbewegungen; seitliche Bewegungen ohne die Hilfe des freien Arms nicht möglich; bewusste Bewegungen des Rollstuhls möglich.
Klasse 5
Paraplegiker mit Möglichkeit, den Rumpf bewusst und ohne die Hilfe des freien Armes nach vorne zu neigen und aufzurichten; signifikante Stossbewegungen mit den Oberschenkeln oder sogar den Füssen möglich; seitliche Bewegungen möglich; optimale Handhabung des Rollstuhls, aufgrund der guten Rumpfpositionierung nach vorne und nach hinten.

 

Es gibt auch noch fünf andere Klassen (6 bis 10) für Athleten mit schweren Defekten der Arme oder der Beine, die aber stehend spielen können.