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Rollstuhlsport Schweiz
Kantonsstrasse 40
CH-6207 Nottwil
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Tischtennis

 
 

Auf Plauschniveau bis hin zum Spitzensport praktiziert

Als Freizeitsport wird Tischtennis häufig auch Pingpong genannt wegen des Klangs, den der Ball produziert, wenn er auf die Platte trifft. Der Sport trägt zur Entspannung bei und versetzt die Spielenden in gute Stimmung. Neben dem körperlichen Einsatz werden auch technische und taktische Fähigkeiten entwickelt. Das Training der Konditionsfaktoren hat wie in anderen Sportarten eine wichtige Bedeutung.

 

Tischtennis ist ein ganzheitlicher Sport und fördert die körperlichen, psychischen und kognitiven Fähigkeiten, die für die Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten wesentlich sind. Wettkampfteilnehmer benötigen eine professionelle technische Betreuung, aber vor allem regelmässige Trainings.

 

Die Rollstuhlfahrenden kommen während ihrer Rehabilitation mit Tischtennis in Kontakt und machen wichtige Erfahrungen betreffend Gleichgewicht, Stabilität und Koordination. Tischtennis darf aber nicht nur als Reha-Sportart abgestempelt werden.
Diejenigen, die diese Sportart besser kennen lernen möchten, haben die Möglichkeit, sie in den verschiedenen Rollstuhlclubs oder an den von der TK Tischtennis veranstalteten Kursen zu erlernen. Vielfach finden diese Kurse an Wochenenden in Nottwil statt (4- bis 6-mal pro Jahr). Ausserdem ist es auch möglich, Tischtennis in einem Fussgänger-Tischtennisclub zu betreiben (soweit die Lokalitäten dieser Clubs rollstuhlgängig sind). In der Schweiz gibt es ca. 300 Clubs, verteilt in 8 regionalen Verbänden.

 

Die Regeln im Rollstuhl-Tischtennis unterscheiden sich nur in wenigen Punkten von denen der Fussgänger: Das benutzte Material ist gleich und das Ziel ist auch hier, die magische Zahl 11 zu erreichen, wobei 2 Punkte Differenz dazwischen liegen müssen. Es wird auf drei Gewinnsätze gespielt (best of five).

 

Beim Aufschlag darf der Ball nicht über die Seitenlinie hinausgehen, muss aber immer erkennbar Richtung Grundlinie fliegen. Der Aufschlag ist auch zu wiederholen, wenn der Ball zum Netz zurückrollt, auf dem Tisch liegen bleibt oder über das Netz auf die Seite des Aufschlagers zurückspringt. Für die anderen Aufschlagsregeln gelten die Regeln der Nichtbehinderten, vor allem: Der Ball liegt frei auf dem geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand des Aufschlägers und wird nahezu senkrecht hoch geworfen, dass er nach Verlassen des Handtellers der freien Hand mind. 16 cm aufsteigt.

 

Die Position im Rollstuhl muss sein, dass Fuss und Fussbretter den Boden nicht berühren dürfen. Die Höhe des oder der Kissen (2 sind erlaubt) ist auf 15 cm beschränkt. Während des Ballwechsels muss mindestens ein Teil des Oberschenkels bzw. des Gesässes das Sitzkissen berühren.
Das Berühren des Tisches mit der Nichtschlaghand ist während eines Ballwechsels grundsätzlich nicht gestattet; verliert der Rollstuhlfahrer aber das Gleichgewicht, so darf er sich zu dessen Wiedererlangung bis zum nächsten Rückschlag kurz auf dem Tisch mit der Schlaghand aufstützen, ohne aber den Tisch zu bewegen.

 

Tischtennis als Spitzensport

Jeder Rollstuhlathlet, der im Besitz einer RSS-Lizenz ist, darf an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen. Die Schweizer Meisterschaft Einzel findet in der Regel im Frühling statt, während die Schweizer Meisterschaft Doppel im Herbst durchgeführt wird. Die Leistungsanforderungen für die Kader- und Nationalmannschaftszugehörigkeit sind der Wettkampfordnung SPV/RSS zu entnehmen.

 

Internationale Meisterschaften finden auch regelmässig statt. Der internationale Verband (ITTF Para Table Tennis) ist sehr gut aufgebaut und organisiert. Auf seiner Webseite werden Informationen regelmässig aktualisiert. Die besten Schweizer Wettkampfteilnehmer können sich auch für die Europa- und Weltmeisterschaften sowie für die Paralympics qualifizieren.

 

Die Schweizer Athleten gehörten sehr lange zu den internationalen Top-Athleten und gewannen an wichtigen Meisterschaften (EM, WM, Paralympics) viele Medaillen. Heute haben sich mehrere von ihnen aus dem Spitzensport zurückgezogen. An den Paraplympics 2008 in Peking war seit langem die Schweiz nicht an den Tischtenniswettkämpfen vertreten. Die Anstrengungen in der Nachwuchsförderung gehen aber unvermittelt weiter, um neue Spieler für den Spitzensport zu begeistern.


Alle Tischtennis-Interessierten sind an Veranstaltungen der TK Tischtennis herzlich willkommen. Das Niveau spielt dabei keine Rolle.