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Rollstuhlsport Schweiz
Kantonsstrasse 40
CH-6207 Nottwil
Telefon: +41 (0)41 939 54 11
Fax: +41 (0)41 939 54 39
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Tennis

 
 

Geschichtliche Entwicklung

Rollstuhltennis wurde zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten 1976 gespielt. Erst 6 Jahre später kam diese Bewegung über den grossen Teich und verbreitete sich über Frankreich in ganz Europa. Mit der Gründung der EWTF (European Wheelchair Tennis Federation) entwickelte sich das Turniergeschehen europaweit.
In der Schweiz erreichte das Rollstuhltennis in den 80ern aus Frankreich her kommend die Westschweiz. 1987 wurden in der Deutschschweiz die ersten Rollstuhltennis-Trainings angeboten. Im gleichen Jahr fanden auch zum ersten Mal die Schweizer Meisterschaften (SM) und Interclub-Meisterschaften (SIM) statt.

 

Die IWTF (International Wheelchair Tennis Federation) als oberster Verband auf internationaler Ebene wurde 1988 gegründet, sogleich von der ITF (International Tennis Federation) anerkannt. In London verfügt die ITF über einen Sitz unter anderem mit einer Koordinationsstelle.
Durch die Integration der IWTF in die ITF und die Übernahme der Aufgaben wurde die IWTF 1998 aufgelöst. Auf www.itfwheelchairtennis.com sind alle wichtigen Informationen über Turniere, Klassifizierungen, Resultate usw. zu finden.

  

Das Rollstuhltennis-Training

Wer sich für Tennis allgemein interessiert, sollte es mal ausprobieren! Wie beginnen? Am besten kontaktiert man den Rollstuhlclub in der Region, die TK Tennis oder direkt einen Spieler, um sich mal zu informieren, wo überhaupt trainiert (mit oder ohne Tennislehrer) wird. An den Trainingsorten gibt es sicherlich auch eine Möglichkeit, sich einen Tennisschläger oder einen Tennisrollstuhl auszuleihen.
Es gibt viele Tennisclubs, meistens sind die Tennisplätze im Rollstuhl leicht erreichbar (ausser vielleicht die Garderobe und das Restaurant). Trainings sind aber auch möglich im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, und zwar am Mittwochabend von 17.00 bis 20.00 Uhr. Bei schönem Wetter wird unter der Leitung eines Tennislehrers auf den wunderschön gelege-nen Aussenplätzen geschnuppert. Schläger und ein paar Tennisrollstühle stehen oft zur Verfügung.

 

Um in dieser Sportart Fortschritte zu machen, muss Folgendes gleichzeitig erlernt und entwickelt werden:

 

a) Das Tennisspiel (Technik und Taktik)
Wer schon vor Eintritt der Behinderung Tennis gespielt hat, ist natürlich im Vorteil. Für Neulinge heisst es zuerst, die technischen Voraussetzungen mit einem Tennislehrer oder mit einem erfahrenen Spieler zu erlernen (Vorhand, Rückrand, Aufschlag, Ballhandling usw.) und immer wieder Bälle zu schlagen. Sind die technischen Voraussetzungen vorhanden, können taktische Elemente eingebracht werden.

 

b) Das Rollstuhlfahren
Das Beste ist, die Schlagausführung und die Fortbewegung gleichzeitig
zu trainieren, dabei bleibt der Tennisschläger immer in der Hand (am Anfang etwa merkwürdig!). Das Rollstuhltennis erfordert vor allem schnelle Reaktionen. Deshalb eignet sich der Basketball als Zusatzsport bestens,
da man sowohl die Arm- und Rumpfmuskulatur trainieren, als auch die Ballgeschicklichkeit (Einschätzen der Ballflugbahn und Spielbeobachtung) lernen muss. Wenn diese zwei Bewegungselemente nicht gleichzeitig ausgeübt werden können, soll mehr Gewicht auf die Fortbewegungen gelegt werden (wird nicht immer bevorzugt) und/oder sich gleichzeitig fit halten (Handbike, Krafttraining usw.).

 

Um kontinuierliche Fortschritte zu erzielen, sollen sich diese beiden Komponenten ergänzen. Es ist auch wichtig, an Turnieren teilzunehmen, auch wenn die ersten Erfolge auf sich warten lassen. So kann man sich mit dem Rollstuhltennis langsam vertraut machen und sehen, welche Möglichkeiten dieses bietet und wie es sich entwickelt.

 

Man muss sich aber bewusst sein, dass das Rollstuhltennis eine sehr anspruchsvolle und aufwändige Sportart bleibt. Manchmal braucht es Jahre, um ein bestimmtes Niveau zu erreichen, aber wenn eine bestimmte Spielfertigkeit erlangt ist, wird der Spass auf dem Spielfeld immer grösser.

 

Für die, die es wünschen, öffnen sich dann auch die Türen zu den internationalen Turnieren. Was immer wieder magische und unvergessliche Momente ermöglicht.