Die Klassifikation im Schneesport
Ski alpin
Die Rollstuhlfahrer werden durch die Klassifikationskommission getestet und aufgrund der Stärke ihrer Einschränkungen in die entsprechende Kategorie eingeteilt:
LW10/1 = keine Muskelfunktion im oberen Bauchmuskelbereich, keine Sitzbalance, Verletzung ca. auf Höhe Th5/6
LW10/2 = geringe Muskelfunktion im oberen Bauchmuskelbereich, keine Sitzbalance, Verletzung ca. auf Höhe Th7–Th10
LW 11 = Muskelfunktion im oberen Bauchmuskelbereich, ziemlich gute Sitzbalance, Verletzung ca. auf Höhe Th11–L1
LW 12/1 = sehr tiefe Paraplegie oder inkomplette Paraparese
LW 12/2 = Gehbehinderungen durch Amputation wie zum Beispiel Doppeloberschenkelamputation
Ski nordisch
Im Wettkampf an Winterparalympics führen die Strecken über 5km, 10km und 15km, zusätzlich über einen Kurz- und einen Langbiathlon von 7,5km und 12,5km. Beim Biathlon muss das Gewehr nicht mitgeführt werden, dieses liegt am Schiessstand bereit.
Es wird eine einzige Rangliste geführt und jeweils nur ein Sieger erkoren, allerdings werden die Athleten nach einem Klassifikationssystem eingeordnet, das Rücksicht nimmt auf die jeweiligen funktionellen Möglichkeiten und die Höhe der Querschnittlähmung. In insgesamt 5 Abstufungen werden die Unterschiede festgehalten und nach einer Handicapformel die gelaufenen Zeiten angepasst, respektive errechnet (LW10; LW10,5; LW11; LW 11,5; LW12). Die Klasse LW12 (Amputierte Athleten) bilden immer die Basis der Berechnung. Ihre Zeiten sind die effektiv gelaufenen und kommen als 100% in die Wertung. Im Vergleich und als Beispiel kommt für einen LW10-Athleten am anderen Ende der Einstufung, seine Zeit mit 86% der allerbesten Zeit in die Wertung. Ist diese errechnete Zeit besser als diejenige des LW12, gewinnt er dieses Rennen.






