Klassifikation
Fahrdisziplinen (Bahn und Strasse)
Über die Distanzen von 100m bis 800m wird pro Disziplin in vier ver-schiedenen Kategorien gestartet. Ab 1500m bis 10000m inklusive Halbmarathon und Marathon werden die zwei höchsten Klassen (T53 und T54) zu einer Klasse T54 zusammengefasst. Alle Bahndisziplinen und der Marathon sind paralympische Disziplinen.
Die Klassen der Fahrdisziplinen sind international und national wie folgt unterteilt (T=TRACK):
T51
Tetraplegiker mit kompletter Lähmung der Rumpf- und Beinmuskulatur, keine aktive Rumpfbewegung möglich, ohne Fingerfunktion und ohne Armstrecker. Krafteinsatz erfolgt durch den Armbeuger, fährt meistens mit der typischen Backhand-Technik (mit dem Handrücken).
T52
Tetraplegiker mit Lähmung der Rumpf- und Beinmuskulatur, keine aktive Rumpfbewegung möglich, mit teilweise reduzierter Fingerfunktion, Armmuskulatur funktionell einsetzbar. Der Krafteinsatz beim Fahren erfolgt durch den Armstrecker. Fährt teilweise auch mit der Backhand-Technik.
T53
Paraplegiker mit normaler bzw. fast normaler Funktion der oberen Gliedmassen, komplette Lähmung der unteren Gliedmassen. Teilweise Lähmung der Rumpfmuskulatur, daher kaum aktive Rumpfbewegung möglich, kann somit den Oberkörper beim Starten, Beschleunigen usw. nicht einsetzen.
T54
Paraplegiker mit aktiver und voller Rumpfbewegung. Kann deshalb den Oberkörper beim Ausüben seiner Sportart optimal einsetzen. Funktionell sind dieser Klasse auch alle Beinamputierten im Rollstuhlsport zugeteilt.
Stoss- und Wurfwettbewerbe (Kugel, Diskus, Speer, Keule)
Bei den Stoss- und Wurfdisziplinen wird in acht Behinderungsklassen gestartet (F=FIELD):
F51, F52 und F53
Tetraplegiker mit eingeschränkten Arm- und Fingerfunktionen.
F54–F58
Paraplegiker mit unterschiedlichen Behinderungsgraden.
Fünfkampf
Der Fünfkampf ist in die gleichen Behinderungsklassen wie die Stoss- und Wurfwettbewerbe unterteilt. Bei den Para- und den Tetraplegikern beinhaltet aber der Fünfkampf unterschiedliche Disziplinen.






