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Rollstuhlsport Schweiz
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Regeln/Klassifikation

 
 

Regeln beim Rollstuhlcurling

Das Spielfeld der Rollstuhl- und der Fussgängercurler wird Rink genannt und ist 42.07 m lang und 4.28 m breit. Zwei identische Bodenzeichnungen (farbige Kreise, Haus genannt) befinden sich jeweils an jedem Ende einer Rink-Seite.

 

Die Steinabgabe erfolgt entweder von Hand oder mittels eines Sticks (Extender). Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Stein vor der sogenannten Hog-Line die Hand respektive den Extender verlassen hat. Das heisst, die Rollstuhl-Curler geben den Stein vor der Hog-Line ab. Sie stehen dort mit ihrem Rollstuhl, sie sliden nicht wie Fussgänger-Curler vom Hack bis zur Hog-Line.

 

Der wirklich einzige grosse Unterschied zum Fussgänger-Curling besteht darin, dass beim Rollstuhl-Curling nicht mit dem Besen gewischt werden darf.

 

Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern und dem Coach, wobei 4 Spieler auf dem Eis im Einsatz stehen, der 5. Spieler ist im Einsatz. Der Coach trainiert und führt die Mannschaft, darf aber während dem Wettkampf nur bei Halbzeit kurz zu den Spielern aufs Eis. Im Gegensatz zu den Fussgängern muss bei den Rollstuhl-Curlern die Mannschaft mixed sein, das heisst mindestens eine Frau respektive ein Mann muss im Team mitspielen.

 

Jeder Spieler spielt pro End 2 Steine. Ein ganzes Spiel dauert im Gegensatz zum Fussgänger-Curling nur 6 Ends. Steht das Spiel nach 6 Ends immer noch unentschieden, muss ein weiteres Zusatzend gespielt werden.

 

Klassifikation

Damit ein Sportler Rollstuhlcurling spielen darf, muss er auch im Alltag auf den Rollstuhl angewiesen sein. Im Curling gibt es keine Klassen. Gespielt wird in einem gemischten Team aus vier Spielern plus Ersatzspieler. Eine Frau muss hierbei ständig auf dem Eis sein können. Eine Mannschaft behält hierbei die Positionen, welche zu Beginn des Spiels eingenommen wurden, bis zu Ende des Spiels bei. Gespielt wird international über 8 Ends mit einer Zeitbegrenzung von 68 Minuten für jedes Team. Gewischt wird im Gegensatz zu den Fussgängern nicht.


Für internationale Anlässe wie die WM oder Paralympische Spiele werden Selektionen durchgeführt. Ein Schweizer Meister kann die Weltmeisterschaften im Folgejahr besuchen. Für die Paralympischen Spiele werden spezielle Selektionen, eventuell verbunden mit Ausscheidungswettkämpfen, durchgeführt. Genaueres ist im jeweiligen Wettkampfreglement oder in den separaten Selektionskonzepten nachzulesen.