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Rollstuhlsport Schweiz
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Bogenschiessen

 
 

Sport oder Kunst? Eigentlich beides gleichzeitig. Diese Sportart ermöglicht, seinem Talent Ausdruck zu verleihen, Energie zu lenken und innert kurzer Zeit ein Ziel zu erreichen. Das Alter, die Motivation, die Bedürfnisse, die Behinderungsart oder die Schwierigkeiten – es gibt immer eine Möglichkeit mit den erforderlichen Anpassungen, um diese Sport-Kunst zu treiben. Dank seiner wichtigen Integrationsfunktion und den nötigen koordinativen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten wird das Bogenschiessen oft als Therapie eingesetzt.

 

Vor etwas mehr als 60 Jahren fanden sich in England einige Rollstuhl fahrer zum Bogenschiessen. Das erste internationale Turnier fand im Jahre 1948 anlässlich der Stoke Mandeville Games (GB) statt. In der Schweiz begannen die ersten Schützen 1955 damit, Turniere zu organisieren. Heutzutage finden zwei Schweizer Meisterschaften statt: Die eine Indoor 2518m + Finale, die andere Outdoor auf 4 Distanzen FITA.

 

Um diesen Sport zu treiben, braucht man nicht Spitzensportler zu sein; auch als Freizeitsport hat er eine wohltuende Wirkung. Wenn man langsam gut schiessen kann, wird man schon bald vom Wettkampfvirus angesteckt.

 

Die Wahl des Bogens – Recurve oder Compound – hängt von den Wünschen, aber auch von den körperlichen Fähigkeiten des Schützen ab. Pfeil und Bogen verbessern sich ständig, indem das innovativste Material verwendet wird.

 

Eine Teilnahme an den Paralympics ist nur möglich, wenn man an den Welt- und Europameisterschaften rangiert wird, damit man auf einer «Ranking Liste» figuriert. Die Wettkämpfe (w/m) finden entweder in Hallen (Indoor), 2530 Pfeile auf 18m, oder im Freien (Outdoor) nach zwei Systemen statt: die Olympic-Round 2570m mit anschliessendem Final im K.-o.-System), die FITA-Runde: 4536 Pfeile auf 30-50-70-90m für die Männer, 30-50-60-70m für die Frauen. Nur die Wettkämpfe im Freien zählen für EM- und WM-Qualifikationen sowie für die Paralympics.

 

Eine Medaille an grossen internationalen Wettkämpfen zu gewinnen, war mehrmals das Ziel von Schweizer Bogenschützen. Philippe Horner hat es kürzlich geschafft, indem er die erste Bronzemedaille an den Paralympics 2008 in Peking in der Klasse Compound Open gewann.