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Rollstuhlsport Schweiz
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Basketball

 
 

Einheit von Spieler, Rollstuhl und Ball

Wer hat schon versucht, den Rollstuhl einhändig so schnell wie möglich Richtung Korb zu bewegen, den Ball zu dribbeln, den Gegner gekonnt mit einer Täuschung zu umfahren und mit einer lockeren Bewegung des Handgelenks den Ball im Korb zu versenken? Die einzelnen Bewegungen isoliert wären mit viel Training noch durchführbar, aber alle Bewegungen gleichzeitig auszuführen, verlangt harte Knochenarbeit und viel Können von den Spielern.

 

Rollstuhl-Basketball ist ein faszinierendes Spiel, das von den schnellen «Moves» der Rollstuhlfahrer lebt und von den Spielern ein gutes Ballgefühl verlangt. Der Spieler muss jederzeit seine beiden Sportgeräte, den Rollstuhl und den Basketball, unter Kontrolle haben. Das Rollstuhlhandling wird bis zur Perfektion trainiert. Verschiedene Bewegungen, die im Training geübt werden, erleichtern auch das Bewältigen von Hindernissen im Alltag. Rollstuhl-Basketball ist die einzige Mannschaftssportart für Paraplegiker (und Amputierte etc.).

 

Das Spiel lebt von taktisch cleveren Spielzügen und vom spielerischen Umgang mit Ball und Gegnern.

 
 

Bilder: Markus Binda

 

 
 

Basketball ist eine sehr interessante, abwechslungsreiche Sportart. Technische Perfektion und taktische Cleverness zeichnen diesen Sport aus und machen ihn für die Spieler, aber auch für die Zuschauer sehr attraktiv. Jeder, der nicht schon vom Basketballvirus angesteckt ist, sollte diese Sportart einmal ausprobieren oder als Zuschauer ein Spiel besuchen. Die Basketballsaison findet immer zur Winterzeit statt.

 

Entwicklung des Rollstuhl-Basketballs

Rollstuhl-Basketball entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und in England. Es gab viele junge Querschnittgelähmte, die im Krieg verletzt wurden. Sie waren voller Bewegungsdrang und wollten sich sportlich betätigen. In den Anfangsjahren war Rollstuhl-Basketball eine Mischung aus Basketball und American Football. Es gab keine national anerkannten Regeln. Jedes Team hatte seine eigene Interpretation der Regeln. Das Spiel artete aus, als freies Checken erlaubt wurde und als Freipass diente, um Aggressionen und Frustrationen abzubauen.