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Schweizer

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Handbike: Weltcup-Finale in Emmen, NED

(03.07.2017)

Nur eine Woche nach den Schweizermeisterschaften ging die Reise weiter zum letzten Weltcup der Saison nach Emmen, Holland. Im Gegensatz zu den Steigungen und der extremen Hitze an den Schweizerrennen war hier die gigantische Fläche der gesamten Region und die immer wieder eintretenden Regenschauer etwas komplett anderes für unsere Sportler.

 

Riesiges Glück beim Zeitfahren
Heinz Frei hatte seinen Schutzengel dabei, als er im Zeitfahren einem Auto, welches sich quer vor ihm auf die Rennstrecke verirrte, ausweichen und komplett abbremsen musste. Dieses Manöver kostete ihn die sichere Silbermedaille, denn zum Schluss wurde er um eine Sekunde vierter und nur zehn Sekunden trennten ihn zum zweiten Platz.

 

Bronze für Benjamin Früh
Diese eine Sekunde Vorsprung hatte jedoch Beni Früh auf seiner Seite. Im MH1-Rennen gelang dem jungen Zürcher Oberländer erneut als dritter ein Podiumsplatz an einem Weltcuprennen. Somit war Früh an allen drei Weltcuprennen dieser Saison mindestens einmal auf dem Podium.

 

Sehr zufrieden war auch Roger Bolliger (MC2), denn seine gefahrene Zeit reichte für den achten Gesamtrang. Er war damit der zweitbeste Einbeiner.

 

Der Rest des Teams war unterschiedlich gut unterwegs (siehe Resultate Zeitfahren).

 

Silber für Graf im Strassenrennen
Der zweite Renntag begann wieder sehr bewölkt, es hatte die ganze Nacht geregnet. Die Feuchtigkeit in der Luft und auf den Strassen liessen Sandra Graf eiskalt. Sie fand schnell Unterschlupf in der Spitzengruppe. Dort biss sie sich fest und sprintete zur Silbermedaille.

 

Das grösste Teilnehmerfeld stellte die Kategorie MH3. Es hatten sich 40 Athleten am Start eingefunden. Da verwunderte es nicht, dass der alte Fuchs Heinz Frei höchst persönlich die Initiative ergriff und von Beginn weg ein sehr schnelles Tempo anschlug, so dass nach wenigen Runden nur noch sieben Fahrer der Pace von Frei folgen konnten. Im finalen Sprint kamen die jungen wilden Fahrer für einmal besser durch die Schikane vor dem Ziel, Frei blieb nur der sechste Rang. Aber die Anerkennung der Fahrer war ihm sicher, denn jeder sah, dass Heinz der Stärkste im Feld war.

 

Bolliger im Massensprint zweiter
Das MC-Rennen wurde endlich einmal besser eingeteilt. So starteten die MC1- und die MC2-Fahrer zusammen. In der Vergangenheit kamen immer noch gut 25 MC3-Fahrer dazu, wodurch die Rennergebnisse verfälscht wurden. So konnte Roger Bolliger endlich zeigen, wo er seit Längerem bereits steht.
Seine vielen Trainingsrennen in der Schweiz mit den Fussgängern trugen endlich Früchte. Während den ganzen 71 km fuhr Bolliger clever und aufmerksam im anfänglichen Regen und zum Schluss auf trockenen Strassen. Gut positioniert ging er in den Sprint und wurde nur vom Briten Price geschlagen. Das war bis dato das wertvollste Ergebnis an einem Weltcup für den Aargauer.

 

Zum Abschluss das Team Relay
Eine sehr spannende Art von Staffelrennen mit je drei Fahrern pro Team. Dabei muss jeder Fahrer jeweils 3x eine Runde fahren. Die Teamtaktik begann bereits beim Melden der Startaufstellung. In Emmen gelang dem Schweizer Team hinter den Weltcup-Siegern aus Italien und den Polen der dritte Rang.

 

Im Endstand des Gesamtweltcups nach drei Wettbewerben steht die Schweiz auf Rang vier.

 

Alle Resultate finden Sie hier.

 

Daniel Hirs, Nationaltrainer Para-cycling