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Daniel Joggi übergibt Präsidium an Christian Betl

 
 

Der Wechsel bei der Schweizer Paraplegiker-Stiftung hat Konsequenzen für die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

 

Nottwil, 21. November 2009 – Dr. Daniel Joggi tritt als Präsident der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) zurück. Dies als Konsequenz seiner Wahl zum Nachfolger von Bruno Frick als Präsident der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS). Sein Nachfolger Christian Betl wurde an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der SPV am 21. November 2009 einstimmig gewählt.

 

Daniel Joggi hat in den vergangenen neun Jahren die Geschicke der SPV als Präsident entscheidend mitgeprägt und deren Anliegen in der SPS vertreten. Als langjähriger Tetraplegiker kennt er die Herausforderungen und Bedürfnisse der Querschnittgelähmten aus eigener Erfahrung. Die Delegierten der SPV begrüssen daher ausserordentlich, dass nach 35 Jahren mit Daniel Joggi eine querschnittgelähmte Person das Präsidium der SPS übernimmt.

 

Kein neues Gesicht am Ruder der SPV

Um keine Ämter zu kumulieren und unabhängige Entscheidungen treffen zu können, hat Daniel Joggi sein Amt an der Spitze der SPV abgegeben. Als Nachfolger ernannten die Delegierten den Paraplegiker Christian Betl aus Steinach (SG). Dieser ist seit 2003 im Zentralvorstand und kennt die Herausforderungen des hohen Amtes bestens. «Ich freue mich, noch aktiver für die volle Integration der Querschnittgelähmten in Gesellschaft, Beruf und Alltag wirken zu können und danke den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen», manifestierte er nach seiner Wahl.

Als eidgenössisch diplomierter Treuhänder, Vorstandsmitglied des Rollstuhlclubs St. Gallen und aktiver Sportler ist er prädestiniert für dieses wichtige Amt. «Es war wichtig, dass wir rasch einen idealen Nachfolger gefunden haben. In dieser hektischen Zeit dürfen wir nicht ohne einen engagierten Präsidenten dastehen», freut sich auch SPV-Direktor Thomas Troger. «Wir müssen rasch und kompetent auf Veränderungen in unserem Umfeld reagieren können.» Die Delegierten sprachen sich zudem dafür aus, dass Christan Betl wie sein Vorgänger als Präsident der SPV und damit als Sprachrohr der Querschnittgelähmten zusätzlich in den Stiftungsrat der SPS aufgenommen wird.

 

Vertrauensvorschuss für Daniel Joggi

Die Delegierten bekundeten Daniel Joggi am Samstag mehrfach ihr Vertrauen. Er kann in seiner neuen Funktion als Präsident der SPS auf die volle und uneingeschränkte Unterstützung der SPV, ihrer 27 Rollstuhlclubs und 10‘000 Mitglieder zählen. «Das ist für mich eine wichtige Voraussetzung, um dieses anspruchsvolle Amt zu übernehmen. Nur mit dieser Unterstützung kann ich die Paraplegiker-Gruppe in ruhigere Gewässer führen», meint Daniel Joggi selber nach der Delegiertenversammlung.

 

Daniel Joggi kommunizierte an der Delegiertenversammlung, dass ihm der aktuelle Stiftungsrat der SPS das Vertrauen zugesichert hat und seine Ideen mittragen wird, die er in den kommenden Wochen einbringt. «Ich habe klar mittgeteilt, dass ich ab sofort meine Ideen realisieren will. Ich bin keine Marionette, die dann im April die Entscheidungen umsetzt, die in der Zeit von heute bis zu meinem Amtsantritt beschlossen werden», bestätigte Daniel Joggi. Diese Unterstützung der Querschnittgelähmten geniesst auch Heinz Frei, der Bruno Frick vor kurzem öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte. Es ist für die Delegierten wichtig, dass die Betroffenen gut im Stiftungsrat vertreten sind. Sie fordern daher, dass auf Vorschlag des designierten Präsidenten mindestens zwei weitere sozial- und fachkompetente Querschnittgelähmte in den Rat aufgenommen werden. Vertrag zwischen SPV und SPS in Aussicht Die Delegierten der SPV verabschiedeten am Samstag auch den gemeinsam mit der SPS ausgearbeiteten strategischen Zusammenarbeitsvertrag und erwarten nun dessen Genehmigung durch den Stiftungsrat an der Sitzung vom 22. November 2009. Damit würde das Verhältnis zur SPS für die kommenden sechs Jahre geregelt.


Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV)

Die 1980 gegründete Schweizer Paraplegiker-Vereinigung (SPV) ist der nationale Dachverband der Querschnittgelähmten mit rund 10'000 Mitgliedern. Sie fördert, vertritt und koordiniert gesamtschweizerisch die Anliegen der Para- und Tetraplegiker sowie weiterer Mitglieder. Zudem unterstützt sie 27 regionale Rollstuhlclubs in der ganzen Schweiz.


Die rund 55 Mitarbeitenden der SPV und zirka 1'500 Freiwillige setzen sich für gesellschaftliche, soziale, politische und persönliche Belange der Mitglieder ein und engagieren sich für deren Wiedereingliederung sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Zum Leistungsangebot gehören die Sozialund Rechtsberatung, Rollstuhlsport Schweiz (Förderung des Spitzen- und Breitensports), das Institut für Berufsfindung, das Zentrum für hindernisfreies Bauen sowie die Abteilung Kultur und Freizeit mit ihrem Reisebüro und der eigenen Reisebusflotte. Die SPV gibt zudem die Mitgliederzeitschrift Paracontact und das Sportmagazin GoAhead heraus.

 

Weitere Informationen unter www.spv.ch.

  

Ansprechpartner für Medienanfragen

Schweizer Paraplegiker-Vereinigung, Nottwil
Daniel Joggi, Präsident (bisher)
Tel. +41 41 939 54 00, Fax +41 41 939 54 09, Mobile 079 435 31 19
E-Mail: daniel.joggi(a)spv.ch
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