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Badminton

Starke Konkurrenz und fehlendes Losglück

Nach einer guten Vorbereitung und langer Anreise startete das Schweizer Team in die Para-Badminton WM in Ulsan, Südkorea (22.–26.11.2017). Endstation hiess es dann aber im Viertelfinal und die Schweizer kehrten ohne Medaille, dafür mit vielen neuen Eindrücken in die Schweiz zurück.

 

Am Samstag, 18. November 2017 machte sich eine sechsköpfige Delegation bestehend aus Karin Suter-Erath, Cynthia Mathez, Christian Hamböck, Luca Olgiati, Brigitte Lichtenberger (Physiotherapeutin) und Michael Adamer (Coach) auf den Weg nach Ulsan, Südkorea um dort die Schweiz an der Para-Badminton Weltmeisterschaft zu vertreten. Nach einer rund 20-stündigen Reise kam die Delegation am Sonntagabend an. Zum Ausruhen blieb jedoch nicht viel Zeit. Am Montagmittag fand das erste Training in der Turnierhalle statt – eine grosse Halle mit vielen Zuschauer-Sitzplätzen, aber einer schlechten Heizung. Vor allem gegen den Abend wurden vermehrt Spieler sowie Betreuer mit Jacken, Schals und Mützen gesichtet, die sich verzweifelt warm zu halten versuchten. Am Dienstag fand ein weiteres Training statt und die Schweizer gaben sich den letzten Schliff für den bevorstehenden Titelwettkampf.

 

Zweimal Viertelfinal für Mixed Doppel

Karin und Luca starteten am Mittwoch gegen eine englische Paarung, die man bereits vom Irish Open kannte. Die beiden gewannen dieses Spiel deutlich in zwei Sätzen. Auch im zweiten Spiel gegen die finnischen Gegner konnte souverän gesiegt werden. Die dritte Partie gegen eine Paarung aus Chinese-Taipei bot deutlich mehr Spannung, der Sieg ging aber dank überlegtem und konstantem Spiel ebenfalls in zwei Sätzen an die Schweiz.

 

Cynthia und Christian starteten die Weltmeisterschaft gegen eine Irisch-Indische Paarung, verloren jedoch in drei Sätzen. Darauf folgte ein Match gegen ein gesetztes japanisches Duo, denen sie sich in zwei Sätzen ebenfalls geschlagen geben mussten. In der dritten Begegnung gegen Russland konnten sie sich mit einer starken Leistung in zwei Sätzen durchsetzen und sich so noch den zweiten Gruppenplatz sichern. Damit hatten sich beide Mixed-Teams für die K.o.-Runde qualifiziert. Dort trafen Cynthia und Christian auf eine sehr stark spielende Chinesische Paarung, die trotz vollem Einsatz nicht zu schlagen war. Karin und Luca spielten gegen zwei Thailänder, die in einem intensiven Match in drei Sätzen besiegt werden konnten. Im darauf folgenden Viertelfinal gegen die späteren thailändischen Weltmeister war dann aber Endstation.

 

Starke Frauen im Doppel

Im Einzel traf Karin in der Gruppenphase auf eine Russin und eine Österreicherin, welche sie beide souverän in zwei Sätzen besiegte und somit direkt ins Viertelfinale einzog. Dort traf sie auf die als Nummer 2 gesetzte Koreanerin, welcher sie sich in einem hart umkämpften Match geschlagen geben musste. Die Männer hatten kein Losglück im Einzel: Christian verlor trotz guter Leistung gegen seine Gegner aus China und Thailand, Luca gegen Kontrahenten aus China und Korea jeweils in zwei Sätzen.

 

Das Damendoppel mit Karin und Cynthia überzeugte in der Gruppenphase gegen eine Italienisch-Amerikanische Paarung und ein Russisch-Thailändisches Team, welche jeweils deutlich in zwei Sätzen besiegt wurden. Das Viertelfinalspiel gegen zwei Chinesinnen wurde dann aber trotz grossartiger Leistung in zwei Sätzen verloren.

 

So ergab es sich, dass das Schweizer Team am Sonntag völlig entspannt die Finale aller Disziplinen geniessen und Ideen sowie Inspiration für zukünftige Turniere sammeln konnte. Nach einem erholsamen Montag machte sich das Team am frühen Dienstagmorgen auf die 25-stündige Rückreise in die Schweiz.

 

Auch wenn kein Edelmetall nach Hause gebracht wurde, so kann die Schweizer Delegation dennoch auf eine erfolgreiche WM zurückblicken: Alle vier Athleten haben in jeweils mindestens einer Disziplin die K.o.-Runde erreicht, drei Mal wurde das Viertelfinal erreicht – eine beachtliche Leistung für eine WM mit derart starker Besetzung.

 

Luca Olgiati

 

 

Alle Resultate der Schweizer sind hier zu finden.

Mehr Bilder und Infos findest du auf der Facebook-Seite der TK Badminton.

 

Ausgabe: 12/2017