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Badminton

Para-Badminton Turnier Bangkok

Vom 1. bis 4. Juni fand das internationale Para-Badminton Turnier in Bangkok statt. Die Reise für die beiden Athletinnen Cynthia Mathez und Karin Suter-Erath und den Coach Michael Adamer begann aber bereits einige Tage vorher.

 

Um uns an die Zeitumstellung und an das heisse Klima zu gewöhnen, reisten wir zuerst nach Singapur. Dort wurden wir von der Physiotherapeutin Brigitte Lichtenberger in Empfang genommen und im Resort Swiss-Club untergebracht. Nachdem wir uns an die sechs Stunden Zeitumstellung gewöhnt hatten, begannen wir mit dem Badmintontraining in der Sporthalle. Das Training war lehrreich und somit eine ideale Vorbereitung für das Turnier. In der restlichen Zeit besichtigten wir die Highlights von Singapur-City.

 

Die Reise ging am Dienstag 30. Mai weiter Richtung Bangkok. Die Zeitumstellung von einer Stunde fiel uns nicht mal gross auf. Auch hier wurden wir herzlich empfangen und waren erfreut über die tolle Organisation. Ein Tag bevor das Turnier begann, standen Trainingseinheiten auf dem Programm. Die Bedingungen, welche in der Sporthalle herrschten, kamen uns nicht unbedingt entgegen. Die Halle war nicht klimatisiert, so dass es über 30 Grad heiss und enorm feucht war. Die Temperatur während den Badmintonspielen lag bei gefühlten 40 Grad. Um die Temperatur ertragen zu können, gab es zum Glück einen grossen gekühlten Raum. In diesem mussten wir uns die meiste Zeit aufhalten, da es anderswo nicht möglich war.

 

Das Turnier begann am Donnerstagmorgen mit einer Zeremonie. Karin hatte sich in allen drei Disziplinen angemeldet: Einzel, Mixed-Doppel mit Chan Ho Yuen aus Hong Kong und Damendoppel mit der Teampartnerin Cynthia. Cynthia spielte in den Disziplinen Einzel und Damendoppel.

 

Dank einer Niederlage und einem tollen Sieg gegen eine gemischte Paarung aus einer Türkin und einer Thailänderin überstanden Karin und Cynthia die Gruppenphase. Im Viertelfinale wartete aber bereits ein eingespieltes und abgeklärtes Doppel aus Korea. Die favorisierten Koreanerinnen spielten von Anfang an ohne Fehler und servierten präzise. Trotz grossem Kampfgeist konnten die beiden Schweizerinnen das Spiel nur selten mitbestimmen. Trotz dieser Niederlage konnten wir sehr viele positive Erfahrungen und neue Ziele nach Hause mitnehmen.

 

Im Einzel hatte Cynthia ein hartes Los gezogen. Zwei starke Athletinnen aus Thailand und Korea warteten auf sie in der Gruppenphase. Das Ziel war das Spiel mitzubestimmen und das erlernte aus dem Training anzuwenden. Cynthia konnte die Ziele erfüllen und trotz der Niederlagen haben wir ein gutes Gefühl und blicken zuversichtlich nach vorne.

 

Im Mixed-Doppel starteten Karin und ihr Partner mit Schwierigkeiten. Je mehr Ballwechsel gespielt wurden, desto mehr kamen sie ins Spiel. Sie gewannen beide Spiele in der Gruppenphase und trafen im Viertelfinal auf ein Team aus Korea. Die Koreaner spielten sehr abgestimmt und taktisch. Durch ein cleveres Spiel fanden sie die Lücken und konnten punkten. Trotz starker Gegenwehr im zweiten Satz mussten sich die beiden geschlagen geben.

 

Karin gewann ihre beiden Gruppenspiele trotz der enormen Hitze mit einer tollen Leistung ohne Abgabe eines Satzes. Dank dem Gruppensieg und dem Ranking erhielt sie ein Freilos im Viertelfinal, welches dankend zur Regenerierung angenommen wurde. Im Halbfinal traf Karin auf die Nr. 1 aus Korea: Son Ok Cha. Die Bilanz unter den beiden ist ausgeglichen und die Spiele sind äusserst knapp, so wie auch an diesem Turnier. Die beiden spielten lange und sichere Ballwechsel, um den Fehler des Gegners zu provozieren. Ausgeruht und voller Kraft konnte Karin den ersten Satz für sich gewinnen. Im zweiten Satz kamen zu viele Eigenfehler und ungenaue Anspiele hinzu, welche zu einem Satzverlust führten. Im dritten Satz wechselten Karin und die Koreanerin immer ihre Führung ab und gestalteten ein enges und spannendes Spiel. Am Schluss gewann die Koreanerin das Spiel mit 21:19 für sich. Nach 55 Minuten fehlten Karin die notwendige Konzentration und Kraft für den Sieg. Trotz der Niederlage hielt die Enttäuschung nur kurz an. Die Bedingungen in der Hitze-Halle waren wirklich schwierig und aussergewöhnlich.

 

Am Tag bevor es zurück in die Schweiz ging, stand die Siegerehrung an. Karin wurde die gewonnene Bronzemedaille überreicht und am Abend fand ein Riverside-Cruise vom Organisator statt. Mit sechs Bussen und Polizeieskorte ging es zum Schiff, mit welchem wir durch die Stadt Bangkok fuhren. Auf dem Schiff herrschte tolle Stimmung und aus den Rivalen auf dem Badmintonfeld wurden schnell Partyfreunde.

 

Matchübersicht Para-Badminton Turnier Bankok von

 

Para-Badminton Turnier Dublin

Lange Zeit um uns auszuruhen haben wir nicht. Bereits zwei Wochen nach dem Turnier in Bangkok steht das internationale Para-Badminton Turnier in Dublin vor der Tür. Das Team besteht diesmal aus Karin Suter-Erath, Cynthia Mathez, Luca Olgiati, Christian Hamböck und dem Coach Michael Adamer. Gespielt wird gemeinsam oder falls nicht möglich mit Partnern aus einem anderen Land. Die Vorfreude im Team ist gross, gemeinsam nach Dublin zu reisen und sich mit und gegen die anderen Athleten zu messen.

 

Michael Adamer, Nationaltrainer Badminton

Fotos: TK Badminton

 

Ausgabe: 6/2017