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Badminton

Überraschende Wende – oder etwa doch nicht?

Vom 20.–21. Januar 2017 fand im SPZ Nottwil die 2. Schweizer Meisterschaft im Roll-stuhl-Badminton statt. Die Spiele wurden im Voraus bereits mit viel Spannung erwartet, ergaben sich doch aus der geringen Teilnehmerzahl interessante, neue Duelle.

 

Am Freitagnachmittag wurden in der Turnhalle des SPZ die letzten technischen Vorbereitungen für das Turnier getroffen: Die Badmintonlinien wurden zwecks Orientierung mit einem grellen Klebeband überklebt und Tommy Moesch, der mit der SM seine erste offizielle Auf-gabe als neuer Leiter der Technischen Kommission Badminton wahrnahm, installierte sein Turnierbüro. Um 14.30 Uhr konnte es endlich losgehen. Auf dem Plan standen am Freitag die Gruppenspiele der Einzelkonkurrenz, in welcher es vier gemischte Gruppen gab. Während in drei Gruppen von gewissen Spielern fast erwartet werden konnte, dass sie sich für das Finaltableau qualifizieren, gab es eine Gruppe, bei der ein Vorhersagen sehr schwierig war. Tatsächlich waren es dann auch die Spiele dieser Gruppe, welche für Spannung sorgten.

 

Gegen 17.30 Uhr waren alle Spiele beendet. Bei einem guten Nachtessen und einem Glas Wein liessen die Teilnehmer und Organisatoren den Abend ausklingen. Manche schlossen ihn sogar noch mit einem Jass.

 

Spannender Finaltag

Am Samstag standen bei einem sehr dichten Zeitplan dann auch die ersten Doppelspiele auf dem Programm. Gespielt wurde in zwei Dreiergruppen, wobei sich die ersten beiden Teams der Gruppen für die Halbfinals qualifizierten. Die Teams waren gemischt, im Einzel  sowie im Doppel. Nach spannenden Spielen im Doppel waren es schliesslich Karin Suter-Erath und Nicolas Hausammann gegen Kal Conley und Christian Rusterholz sowie Antonio Pires de Miranda und Cynthia Mathez gegen Christian Hamböck und Walter Rauber, die in den Halbfinals gegeneinander antraten. Diese Doppelhalbfinals wurden als erste Spiele nach dem Mittagessen ausgetragen. Zuvor wurden aber noch die Viertelfinals im Einzel ausgetragen. Hier setzten sich Walter Rauber, Antonio Pires de Miranda, Nicolas Hausamman und die Favoritin Karin Suter-Erath durch und qualifizierten sich so für das Einzelhalbfinale.

 

Das Mittagessen schmeckte, der Zeitplan war aber dicht gedrängt. Bereits um 13.15 Uhr wurden die Doppelhalbfinals ausgerufen. Während Nicolas und Karin gegen Kal und Christian ein solides Spiel zeigten, spielte sich auf dem Feld nebenan ein spannender Kampf zwischen Walter und Christian gegen Antonio und Cynthia ab. Ein dritter Satz musste die Entscheidung bringen, in dem Christan und Walter die Seiten mit einer komfortablen Führung von sieben Punkten wechselten. Doch Antonio und Cynthia gaben sich nicht geschlagen. Mit sehenswerten Punkten und präzisen Services kämpften sie sich wieder heran und kamen prompt zu einem Matchball, den Christian und Walter jedoch abwehren und sich somit in die Verlängerung retten konnten. Aber Cynthia und Antonio erkämpften sich einen weiteren Matchball, den sie schliesslich auch verwerten konnten. Was für eine Wende des Spiels!

 

Nach diesen spannenden Halbfinalspielen ging es nahtlos weiter mit den Halbfinals im Einzel: Karin gegen Antonio und Nicolas gegen Walter. Zwei spannende Spiele, so wurden Antonio zumindest Aussenseiterchancen gegen Karin eingeräumt. Doch schliesslich setzte sich Karin souverän in zwei Sätzen durch. Im anderen Halbfinal lieferten sich Walter und Nicolas das nächste spannende Duell. Auch hier musste ein dritter Satz die Entscheidung bringen, in welchem sich schliesslich der routinierte Walter gegen den Basketballspieler Nicolas mit 21:17 durchsetzte.

 

Die Finalpaarungen hiessen also Karin gegen Walter im Einzel und Karin und Nicolas gegen Antonio und Cynthia im Doppel. Gute und spektakuläre Ballwechsel mit taktischen Finessen waren zu bestaunen. Schliesslich setzte sich Karin im Einzel sowie im Doppel zusammen mit Nicolas durch und feierte zwei weitere Schweizermeistertitel. Mit diesen Siegen setzte Karin  den Schlusspunkt zu einer umkämpften, spannenden, aber auch geselligen Schweizer Meisterschaft.

 

Die Rangliste findest du in der Beilage.

 

Bildgalerie Badminton SM 2017

 

Michael Ruch

Fotos: Tommy Moesch

 

Ausgabe: 2017/1


Dateien:


Rangliste SM 2017.xlsx.pdf