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Badminton

Regen über Belfast, aber Sonne im Herzen der Schweizerinnen

Mehr als 150 Athleten aus aller Welt nahmen am diesjährigen Irish Para-Badminton International 2016 in Belfast, IRL teil. Darunter auch unsere Schweizer Badmintonspielerinnen, welche insgesamt fünf Medaillen mit nach Hause brachten.

 

Für das Turnier vom 23.–26. Juni reisten wir bereits einen Tag früher an. Unsere erste Nacht im Hotel verlief nicht wie geplant. Als wir – Sonja Häsler, Karin Suter-Erath, Uschi Hüppin und ich, Cynthia Mathez – ankamen, wurden wir informiert, dass das Hotel bereits voll ist und wir in ein anderes Hotel einquartiert werden. Glücklicherweise wurde dieses Problem am nächsten Tag gelöst und wir hatten noch die Möglichkeit, zwei Stunden vor dem Turnier zu trainieren.

 

Im Einzel kamen Sonja und Karin Runde für Runde weiter und schlussendlich standen sie sich im Final gegenüber. Sonja zeigte ein starkes Spiel, dennoch ging der Sieg an Karin mit 21-7 und 21-16. Zwei Schweizerinnen auf dem Podest im Einzel – eine grossartige Leistung. Herzlichen Glückwunsch, Sonja und Karin!

 

In der Auslosung für das Halbfinal im Mixed hatten Karin und ihr Partner, Martin Rooke (GB) weniger Glück. Sie spielten gegen ein starkes Team aus Japan und Korea. Das asiatische Doppel war körperlich und auch technisch sehr stark. Es war ein spannendes Spiel, welches die Zuschauer fesselte. Schlussendlich zeigte sich aber die Überlegenheit der Asiaten und das europäische Team Suter-Rooke schied aus (21-19, 21-15).

 

Im Doppel mussten sich Sonja und Karin dem Japanischen Duo Etsuko Kobayashi und Yuma Yamazaki geschlagen geben mit 19-21 und 15-21. Das war bedauerlich, denn die beiden Schweizerinnen haben am Tag zuvor das Japanische Doppel besiegt. Mit einer Bronzemedaille und den Erinnerungen an ein spannendes Spiel gingen die Schweizerinnen vom Platz (detaillierte Resultate).

 

Unsere Rückreise wurde überraschenderweise in die Länge gezogen. Bereits um 07.00 Uhr morgens waren wir am Flughafen in Belfast, um unseren Rückflug anzutreten. Da hiess es dann, dass der Flug storniert wurde. Warum, darüber wurden wir nicht informiert. Schlussendlich flogen wir um 20.00 Uhr abends nach London, wo wir die Nacht verbrachten, damit wir dann früh morgens den Flug in die Schweiz erwischten. Nach vier Tagen Wettkampf war das für uns eine sehr nervenaufreibende Sache. Dennoch machte das Schweizer Team das Beste aus der Situation. Ein grosses Dankeschön an Sonja Häsler, welche die Rückkehr und die Übernachtung in London neu organisiert hat.

 

Wir haben alle gut gegen die starken Athleten aus Japan, Korea, Malaysia und vieler anderer Länder gekämpft. Das Niveau des Turniers war sehr hoch. Ich spiele erst seit zwei Jahren Badminton und konnte somit noch nicht mit meinen Gegnern mithalten. Daher ging ich zwar ohne Medaille, jedoch mit mehr Erfahrung nach Hause. Mein Ziel ist es, an der Europameisterschaft im Oktober teilzunehmen und gegen erfahrene Spielerinnen wie Sonja und Karin spielen zu können. Eines ist sicher, wir werden noch härter trainieren, um noch viele Medaillen an kommenden Turnieren mit nach Hause bringen zu dürfen.

 

Cynthia Mathez

 

Ausgabe: 3/2016